Urs, ich verstehe das gut – ich hab selbst mal überlegt ob ich Excel-Kurse machen soll, weil ich immer wieder Zeit mit unnötig komplizierten Tabellen verliere. Was ich bisher so höre: es kommt sehr drauf an wie die Kurse aufgebaut sind. Kurze Lerneinheiten von 10-15 Minuten funktionieren viel besser als diese langen Videostunden, die man nie fertig schaut. Und irgendwas mit konkreten Übungsaufgaben, nicht nur zuschauen. Rein passiv Videos anschauen bringt bei mir persönlich gar nichts, das muss ich ehrlich sagen.
Das kenne ich aus der Treuhandarbeit – bei Klienten sehe ich das ständig. Checklisten allein bringen oft wenig, weil sie als Extra-Aufwand wahrgenommen werden und dann eben nicht konsequent ausgefüllt werden. Was bei einigen wirklich geholfen hat: den Fehlermoment direkt in den Prozess einbauen, also z.B. eine Pflichtprüfung im System, die man nicht überspringen kann. Nicht mehr freiwillig, sondern strukturell erzwungen. Klingt hart, funktioniert aber meistens besser als Appelle. Habt ihr die Möglichkeit, sowas in eurer Software abzubilden?
Hallo ShopNadine, mein Sohn hatte letztes Jahr ähnliche Probleme in Deutsch. Wir haben es mit Online-Nachhilfe versucht und ich war ehrlich gesagt skeptisch – er sitzt ja sowieso schon viel vor dem Bildschirm. Aber es hat besser funktioniert als erwartet, gerade weil die Stunden kürzer und fokussierter waren als klassischer Nachhilfeunterricht. Wichtig war für uns, dass die Lehrperson wirklich auf das Kind eingeht und nicht einfach Aufgaben abarbeitet. Ich würd sagen: einfach eine Probestunde machen und schauen wie die Tochter reagiert.
Kenn ich, ja. Hatte das vor zwei Jahren sehr ähnlich. Bei mir hat geholfen, erstmal raus aus dem Alltag – einfach eine Woche ohne E-Mails und Telefon. Klingt banal, aber ich hab dort zum ersten Mal seit Jahren wieder gespürt, was mir eigentlich wichtig ist.
Danach hab ich angefangen, regelmässig Tagebuch zu schreiben – morgens, so 10-15 Minuten. Hilft mir, klarer zu werden was gerade wirklich los ist und was ich eigentlich will. Nicht für jeden, aber ich schwöre drauf.
Wir hatten das gleiche Thema vor etwa zwei Jahren bei einem Kunden aus dem Chemiebereich. Nach einigem Herumsuchen haben wir dann hazardlabel.de gefunden und dort bestellt – die haben eine grosse Auswahl nach Gefahrgutklassen sortiert, und die Qualität war einwandfrei. Etiketten kamen schnell, Folie wischfest, Grössen ADR-konform. Für mich damals die unkomplizierteste Lösung.
Grundsätzlich gilt: immer nachfragen, ob der Anbieter die aktuelle ADR-Ausgabe als Referenz nutzt. Die wird alle zwei Jahre überarbeitet.
Genau das mit dem Seed ist der Punkt. Ich hab mich damals schlau gemacht wie man die Wörter physisch sichert, bin dort auf Metallplatten zum Einschlagen gestossen – wesentlich robuster als Papier. Seither hab ich ein gutes Gefühl dabei.
Das kenn ich gut, mein Sohn hatte eine ähnliche Phase. Was bei uns wirklich geholfen hat: kürzere Lernblöcke mit klarer Struktur. Also z.B. 20 Minuten lernen, dann 10 Minuten wirklich raus an die Luft – nicht einfach aufs Sofa. Frische Luft und Bewegung zwischendurch hat erstaunlich viel bewirkt.
Ausserdem haben wir den Lernplatz aufgeräumt und alles weggeräumt, was nicht unmittelbar gebraucht wird. Klingt banal, aber weniger visuelle Reize auf dem Tisch hat tatsächlich geholfen. Und konstante Lernzeiten – jeden Tag zur gleichen Uhrzeit – damit der Körper so ein bisschen in einen Rhythmus kommt.
Gute Frage, die stellt sich uns auch immer wieder wenn Kunden nach Empfehlungen fragen. Aus meiner Sicht als Treuhänderin die viele KMU begleite: Branchenerfahrung ist wichtiger als viele denken, gerade im B2B. Eine Agentur die nur Endkonsumenten kennt denkt oft zu wenig in langen Verkaufszyklen und Entscheidungsprozessen mit mehreren Beteiligten.
Konkret würde ich auf folgendes achten: Können die Referenzprojekte vorzeigen die wirklich vergleichbar sind? Reden die in Erstgesprächen über Leads und Conversion oder nur über Reichweite und Likes? Und ganz wichtig – haben die jemanden der wirklich versteht wie B2B-Kommunikation funktioniert, nicht nur digitales Handwerk beherrscht.
Als Treuhänderin sehe ich das öfter – der häufigste Irrtum ist, dass man direkt bei der KfW anfragt. Das läuft tatsächlich immer über deine Hausbank, die stellt den Antrag stellvertretend. Du musst also zuerst dorthin, Businessplan vorlegen, und die Bank entscheidet ob sie den Antrag weiterleitet.
Für einen kleinen Onlineshop wäre wahrscheinlich der ERP-Gründerkredit – Startgeld das interessanteste Programm, Grenze liegt bei 125.000 €. Wichtig: den Antrag VOR Beginn der Investitionen stellen, sonst gibt’s nichts. Das ist wirklich die häufigste Falle. Einen Steuerberater würde ich zumindest für den Businessplan empfehlen, der muss überzeugend sein.
Das kenne ich aus meiner Beratungspraxis, hatten wir schon öfter das Thema. Grundsätzlich würde ich sagen: Kurs ja, aber es kommt sehr auf den Anbieter an. Wichtig ist, dass die Vorbereitung praxisnah ist und nicht nur Theorie paukt. Am besten erstmal herausfinden welche Lücken konkret bestehen – also eine Art Standortbestimmung machen. Dann gezielt schauen ob Einzelcoaching oder Gruppenunterricht sinnvoller ist. Gruppenangebote sind meist günstiger, Einzelstunden gehen direkter auf die Schwachstellen ein. Hat er schon Kontakt mit der zuständigen Prüfungsstelle aufgenommen? Die können oft auch sagen wo die häufigsten Probleme liegen.
Das kenn ich aus der Baubranche bei einigen meiner Mandanten. Eine EPD wird in der Regel von einer akkreditierten Stelle verifiziert, aber die Datengrundlage (Ökobilanzdaten, LCA) muss vorher jemand aufbereiten – entweder der Hersteller selbst, wenn er die Kapazitäten hat, oder ein Ingenieurbüro bzw. Beratungsunternehmen das auf Nachhaltigkeit spezialisiert ist. In der Schweiz gibts da durchaus Anbieter. Für kleinere Betriebe lohnt sich oft eine Gemeinschafts-EPD zusammen mit anderen Herstellern ähnlicher Produkte, das teilt die Kosten erheblich.
Ich hab das vor etwa einem Jahr durchgezogen, also Google soweit wie möglich rausgeschmissen. Nutze jetzt ein Pixel mit GrapheneOS. Im Alltag geht fast alles – WhatsApp läuft über den sandboxed Play Store, E-Mail sowieso kein Problem, Kalender sync ich über eine eigene Nextcloud-Instanz. Der Anfang braucht etwas Zeit zum Einrichten, aber danach ist es eigentlich genauso komfortabel wie vorher. Einzig Google Maps vermiss ich manchmal, aber OsmAnd ist inzwischen wirklich gut geworden. Für einen Betrieb mit Datenschutzanforderungen würd ich es definitiv empfehlen.
Das kenne ich aus der Treuhandpraxis, wir haben einige Lebensmittelbetriebe als Kunden. Kurz erklärt: Eine eichfähige Waage bedeutet, dass das Gerät bauartgeprüft und für den eichpflichtigen Einsatz zugelassen ist – erkennbar am grünen M-Zeichen (oder dem alten «CE M»-Zeichen mit Jahreszahl). Das ist nicht dasselbe wie eine einfache CE-Kennzeichnung!
In der Schweiz ist METAS die zuständige Bundesbehörde, die eigentliche Ersteichung und Nacheichung läuft aber oft über akkreditierte Stellen oder kantonale Eichämter. Der Rhythmus ist je nach Geräteklasse unterschiedlich, meist 1–2 Jahre. Dein Lieferant hat recht, dass das bei gewichtsbasierter Abrechnung Pflicht ist.
Das ist eine gute Frage, die kommt öfter vor als man denkt. Ich hab das zwar nicht direkt aus eigener Erfahrung, aber ich begleite in meiner Treuhandarbeit auch immer wieder Leute bei Weiterbildungsentscheidungen.
Grundsätzlich gilt: Viele private Hochschulen und Fachhochschulen nehmen Quereinsteiger mit kaufmännischem Hintergrund auf, sofern ein überzeugendes Portfolio vorhanden ist. Das ist eigentlich das A und O. Die abgeschlossene Berufsausbildung zählt als Zulassungsvoraussetzung, da ist deine Nichte also nicht schlechter gestellt als andere. Sie sollte aber früh anfangen, eigene Projekte zu sammeln – auch wenn’s am Anfang nur Hobbyprojekte sind.
Das ist ein grösseres Thema, ich hab mich beruflich schon ein bisschen damit beschäftigt (Treuhand). Also: Die NIE-Nummer (Número de Identificación de Extranjero) ist das Erste, was du brauchst – die beantragst du bei der spanischen Botschaft in der Schweiz oder direkt vor Ort. Ohne die läuft gar nichts.
Einen lokalen Anwalt würde ich klar empfehlen, nicht sparen daran. Der prüft, ob das Objekt lastenfrei ist, ob Baugenehmigungen stimmen usw. – das spanische System ist da manchmal etwas… speziell. Notar ist in Spanien ebenfalls Pflicht beim Kauf. Und ja, Grunderwerbssteuer fällt an, je nach Region unterschiedlich. Für die Finanzierung: Schweizer Banken machen das teils, aber oft mit schlechteren Konditionen als eine spanische Bank vor Ort. Lohnt sich zu vergleichen.