Ich find den Hinweis mit der Tag-Platzierung sehr wichtig. Wir haben das im Shop mal unterschätzt und Tags zu nah am Eingang montiert – da war’s durch den Durchzug immer eisig und die Mitarbeitenden wollten da nicht lang stehen. Wenn ich das nochmal machen würde, würde ich die Leute die draussen arbeiten direkt nach ihren Wünschen fragen wo sie den Check-in am liebsten machen. Das klingt banal aber macht echt viel aus bei der Akzeptanz.
Den Punkt mit der Gewöhnung kann ich nur bestätigen. Bei uns im Laden haben wir eine ähnliche Umstellung gemacht und die ersten drei Wochen war es nervig. Danach wollte niemand mehr zurück zum Papier, das sagt eigentlich alles.
Für einen Handwerksbetrieb würd ich auch schauen dass das Lesegerät wirklich robust gebaut ist, nicht irgendein billiges Tablet das man ans Türfutter klebt. Da lohnt sich etwas mehr zu investieren.
Wir haben das im Laden auch eingeführt, allerdings mit Karten statt Chips. Prinzip ist dasselbe. Einzige Stolperfalle war am Anfang, dass manche Mitarbeiter vergessen haben auszuchecken – da braucht es kurz eine Eingewöhnungsphase und vielleicht eine kleine Erinnerung am Ausgang. Aber zuverlässigkeitstechnisch hatten wir in fast zwei Jahren vielleicht drei, vier Aussetzer. Das kann man verschmerzen.
Für einen Handwerksbetrieb in deiner Grösse ist so eine Lösung auf jeden Fall sinnvoll, der Papieraufwand den du sparst ist enorm.
Das kenn ich, wir hatten ähnliches als wir Eigenmarken-Produkte im Shop eingeführt haben. Kleine Auflagen sind generell teurer pro Stück, das muss man einfach einkalkulieren. Eine Möglichkeit die ich gesehen hab: manche Röstereien bieten White-Label direkt mit Verpackung an, d.h. du bestellst bei denen schon fertig verpackt mit deinem Label drauf. Ist nicht so flexibel bei der Gestaltung, aber für den Start evtl. ausreichend. Ansonsten lohnt sich der Blick auf spezialisierte Verpackungsanbieter die explizit auch Kleinauflagen machen – die gibt’s, man muss ein bisschen suchen.
Intervalle würde ich flexibel halten, je nach Saison. Wir haben im Sommer öfter Reinigungsbedarf als im Winter. Am besten gleich im Erstgespräch klären, ob der Anbieter kurzfristige Zusatztermine ermöglicht.
Ich kenn das Problem aus dem Einzelhandel – bei uns war’s vor allem die Haustechnik, die immer wieder für böse Überraschungen gesorgt hat. Was den Kanal angeht: wir hatten mal einen echten Notfall kurz vor Weihnachten, seitdem lassen wir das einmal jährlich präventiv machen. Für Wien hab ich damals bei Kanalreinigung Wien gute Erfahrungen gemacht, die sind unkompliziert und haben auch gleich einen Wartungsplan vorgeschlagen. Seitdem ist das zumindest ein Punkt weniger, über den ich nachdenken muss.
Also bei mir (Onlineshop, aber ähnliche Fragen) hat sich vor allem das aktive Einholen von Bewertungen bewährt. Einfach nach jedem Auftrag kurz per SMS oder Mail nachfragen, ob der Kunde eine Bewertung hinterlassen möchte. Klingt trivial, aber die meisten vergessen es sonst einfach. Google My Business vollständig ausfüllen ist auch wichtig – Öffnungszeiten, Fotos, Beschreibung. Das kostet nichts und bringt tatsächlich Sichtbarkeit im lokalen Bereich. Google Ads hab ich mal kurz ausprobiert, war mir ehrlich gesagt zu aufwendig zum Einrichten ohne Profi-Hilfe.
Ja, das ist tatsächlich ein Thema das viele unterschätzen. Bei Lebensmitteln aus der EU gibt es für die Einreise in die Schweiz recht konkrete Mengengrenzen – Fleischprodukte z.B. sind auf 1 kg pro Person beschränkt, Milchprodukte ähnlich. Für Warenproben die du beruflich einführst, kann es sein dass du die am besten vorab beim Schweizer Zoll anmeldest oder zumindest Belege dabei hast, dass es Muster ohne Verkaufswert sind. Das erspart Diskussionen an der Grenze.
Was ich noch ergänzen würde: lasst euch unbedingt Referenzen zeigen und sprecht direkt mit bestehenden Kunden des Fertigers, wenn das möglich ist. Prospekte und Eigendarstellung sagen ja wenig aus.
Und einen Musterauftrag am Anfang machen – also einen kleineren Job, bevor man sich langfristig bindet. So merkt man relativ schnell, ob Qualität und Kommunikation passen oder ob man lieber weitersucht. Den Fehler, gleich grosse Mengen zu bestellen, haben wir beim ersten Mal gemacht und bereut.
Wir haben letztes Jahr eine Immobilie in Hessen über einen Makler abgewickelt und ich kann ExportPeters Punkte nur bestätigen. Alleinauftrag ja, aber mit klarer Laufzeit und definierten Leistungen im Vertrag (Fotos, Exposé, Besichtigungen, Reporting).
Für Frankfurt speziell – ich hab damals bei der Recherche franzundkoehler.de gefunden, die waren in unserem Fall zwar nicht zuständig aber der Erstkontakt war unkompliziert und die haben uns wenigstens vernünftig weiterverwiesen statt einfach den Auftrag trotzdem anzunehmen. Sowas schätze ich.
Generell gilt: wer dir beim ersten Gespräch schon einen unrealistisch hohen Verkaufspreis verspricht, will nur den Auftrag – vorsicht!
Rita hat recht, auf die Frist kommt es wirklich an. Ich hatte mal eine ähnliche Situation (bei mir war’s eine Verkehrssache aber das Prozedere ist dasselbe) – einfach Einspruch einlegen, das geht auch formlos schriftlich. Dann wird aus dem Strafbefehl ein normales Verfahren und du kannst dich in Ruhe vorbereiten.
Was ich damals gemacht hab: kurz bei strafbefehl geschaut, da wird eigentlich gut erklärt was die einzelnen Schritte sind und was man beachten muss. Hat mir geholfen bevor ich zum Anwalt gegangen bin, damit ich überhaupt wusste was ich fragen soll.
Wir haben das bei unserem Laden auch mal gemacht, Halterung für ein Displayelement. Ich hab die Zeichnung von einem Grafiker mit CAD-Kenntnissen erstellen lassen, hat mich ca. 80 CHF gekostet. Den Druck selbst hab ich dann über einen fdm 3d druck service abgewickelt – unkompliziert, ich hab die Datei hochgeladen und nach ein paar Tagen kam das Teil per Post. Qualität war für unsere Zwecke absolut ausreichend. Also: für ein robustes Funktionsbauteil wie deine Halterung würde ich das definitiv probieren.
Ich hab das vor zwei Jahren auch durchgemacht, Sache war komplizierter als sie aussah und ich war froh dass ich nicht einfach gezahlt hab. Am Ende war der Betrag nach Einspruch deutlich tiefer. Ich hab mich damals vorab online informiert, unter anderem hier: Strafbefehl Anwalt – da wird eigentlich gut erklärt was ein Einspruch bedeutet und wann ein Anwalt wirklich nötig ist. Hat mir geholfen erstmal den Überblick zu kriegen bevor ich Geld ausgebe.
Ich hab mich vor einer Weile auch damit beschäftigt, weil ich für meinen Shop Verpackungen mit Aufdruck gesucht hab. Bin dann irgendwann über eine Seite gestolpert, wo man eierschachteln mit etikett günstig kaufen kann, mit Direktdruck direkt drauf – also kein extra Aufkleber nötig. Das fand ich praktisch, weil es professioneller aussieht.
Für deine Mengen würde ich dort mal die Staffelpreise anschauen, das war bei mir transparenter als bei anderen Anbietern. Und der Support hat auf meine Anfrage damals auch relativ schnell geantwortet.
Oh das kenn ich, meine Schwiegereltern sind genauso! Was mir geholfen hat: ich erklär nie mehrere Sachen auf einmal. Wirklich nur einen Schritt, dann Pause, dann nochmal üben lassen. Und die Zettel mach ich inzwischen mit Screenshots, also direkt ausgedruckt was sie auf ihrem Bildschirm sehen – nicht irgendwelche allgemeinen Anleitungen aus dem Internet die dann eh anders aussehen als ihr Gerät.
Ausserdem hab ich gelernt: nicht mehr so viel auf einmal zeigen. Lieber dreimal dasselbe in kurzen Abständen als eine lange Session. Das braucht halt Zeit aber es bleibt dann tatsächlich besser im Gedächtnis.