Wir hatten ähnliches Thema. Für Laborkunststoffe lohnt sich ein Blick direkt beim Fachlieferanten – ich hab damals bei Hünesdorff gute Erfahrungen gemacht, die haben auch technische Infos zu den Materialien. Deren Website gibt schon mal einen guten Überblick.
Guter Punkt mit dem Erstgespräch. Urs, ich würde dir einfach empfehlen, vorher klar zu definieren was du eigentlich willst – Durchlaufzeiten, Lagerkosten, Kapazitätsplanung? Je konkreter du das formulieren kannst, desto einfacher kannst du auch beurteilen ob der Berater wirklich etwas bringt oder nur allgemeine Ratschläge verkauft.
Wir hatten das im Export mit Prozessberatung auch schon durch, und ehrlich gesagt hat’s uns weitergebracht. Aber die Erwartungen müssen realistisch sein – so ein Prozess braucht Zeit, und ihr müsst intern auch bereit sein, Sachen zu ändern. Sonst nützt das beste Konzept nichts.
Das kenn ich, hab mich vor ein paar Jahren auch mal damit beschäftigt. In der Schweiz läuft vieles über simap.ch, das ist die offizielle Plattform für öffentliche Beschaffungen. Da sind Ausschreibungen von Bund, Kantonen und Gemeinden drin. Lohnt sich dort ein Profil anzulegen und Benachrichtigungen einzurichten für die Kategorien die dich interessieren. Geduld brauchst du aber – bis man den ersten Auftrag holt dauert es oft ein bisschen, weil die Vergabestellen gerne auf bekannte Namen setzen.
Rita hat das gut zusammengefasst. Ich kann aus eigener Erfahrung ergänzen: Ich hab vor ein paar Jahren tatsächlich eine Finca auf Mallorca gekauft und der Prozess war ehrlich gesagt aufwändiger als gedacht, aber machbar wenn man die richtigen Leute hat.
Was ich noch dazusagen würde: Schau dir vorab wirklich gut die Lage und den Zustand an, gerade bei älteren Fincas gibt’s oft versteckte Mängel. Ich hab damals für die Suche unter anderem Finca auf Mallorca kaufen mit Meerblick; Finca mit Pool und Garten auf Mallorca finden genutzt – die haben auch auf Deutsch kommuniziert und konnten gut erklären, was beim Kauf alles zu beachten ist. Hat mir geholfen, einen ersten Überblick zu bekommen bevor ich mit dem Anwalt gesprochen hab.
Anwalt vor Ort ist wirklich Pflicht, da stimme ich Rita zu. Und plane genug Zeit ein, der Notar-Termin kommt oft später als erwartet.
Ja, das Thema kenn ich gut aus meinem Bereich. Wir verschicken regelmässig Kataloge und Muster an Kunden im Ausland, und irgendwann war der Aufwand intern einfach nicht mehr sinnvoll.
Ob es sich lohnt, hängt stark davon ab wie oft du versendest und in welchen Mengen. Wenn du nur ein paarmal im Monat was rausschickst, rechnet sich ein Fullservice-Anbieter meistens nicht – die verlangen oft Mindestmengen oder monatliche Grundgebühren. Bei uns hat es sich ab ca. 3-4 Versandaktionen pro Monat zu lohnen begonnen. Du sparst nicht nur Zeit, sondern hast auch keinen Lagerplatz mehr gebunden. Würde dir empfehlen, erst mal genau zu zählen wie viel Zeitaufwand du pro Monat wirklich reinsteckst.
Kann ich bestätigen, fünf Jahre ist die Regel. Ich hab vor ein paar Jahren selbst für einen Geschäftspartner im medizintechnischen Bereich recherchiert und bin dabei auf verschiedene Kursanbieter gestossen.
Speziell für interventionelle Radiologie – falls das bei eurer Praxis relevant ist – haben wir damals gute Erfahrungen mit dem Spezialkurs Interventionsradiologie gemacht. Das war strukturiert aufgebaut und wurde als Aktualisierungskurs anerkannt. Lohnt sich zumindest, mal reinzuschauen ob das passt.
Ansonsten gilt: Immer vorab klären, ob der jeweilige Kurs für die konkrete Fachkunde des Arztes auch tatsächlich angerechnet wird – das hängt von der Fachrichtung ab.
Ich hab bei uns im Betrieb ähnliche Erfahrungen gemacht. Meine Empfehlung wäre zusätzlich ein externes Vorbereitungsseminar, das hat bei meiner Auszubildenden damals den Unterschied gemacht. Ich hatte sie für ein paar Tage zu einem Kurs angemeldet, den ich über ihk prüfungsvorbereitung kauffrau für büromanagement gefunden hatte – die haben dort die prüfungsrelevanten Themen kompakt durchgearbeitet und sie kam deutlich gefestigter zurück. Alleine lernen ist halt doch was anderes als wenn ein Trainer nochmal erklärt, was wirklich wichtig ist.
Das ist eine klassische Make-or-Buy-Frage, die ich mir vor ein paar Jahren auch gestellt habe. Unser Fazit war relativ klar: Wenn die Stückzahlen klein und die Varianten hoch sind, lohnt sich die eigene Fertigung kaum. Die Werkzeuge für saubere Crimpverbindungen sind nicht billig, und das Know-how muss erst aufgebaut werden. Fehler in Kabelbäumen können ausserdem teuer werden, wenn die Maschine danach Ausfälle hat.
Ich würde empfehlen, erstmal genau zu schauen, wie viele Kabelbäume ihr pro Monat braucht und wie komplex die sind. Unter einer gewissen Schwelle rechnet sich Zukauf fast immer.
Das ist tatsächlich eine häufige Frage wenn man grenzüberschreitend handelt. Grundsätzlich gilt bei Verträgen zwischen Unternehmen aus verschiedenen Ländern das UN-Kaufrecht (CISG), sofern beide Länder Vertragsstaaten sind – was für die Schweiz und Deutschland der Fall ist. Das heißt, ohne explizite Rechtswahl greift erstmal das CISG. Für die Reklamation wegen Lieferverzug bist du damit gar nicht so schlecht aufgestellt, das Abkommen regelt solche Fälle relativ klar. Würde aber empfehlen, beim nächsten Vertrag wenigstens eine kurze Rechtswahlklausel reinzuschreiben, das erspart später Diskussionen.
Das kenne ich gut, haben wir vor zwei Jahren auch durchgemacht. Der grösste Energiefresser in den meisten Betrieben sind tatsächlich Leckagen im Leitungsnetz – die werden chronisch unterschätzt. Ein einfacher Test: Kompressor abends auf Druck bringen, alles abschalten und schauen wie schnell der Druck abfällt. Wenn der innerhalb einer Stunde merklich sinkt ohne dass irgendwas verbraucht wird, habt ihr ein ernstes Leckageproblem. Wir haben damals mit einem Ultraschallgerät die ganze Anlage abgefahren und waren überrascht wie viele kleine Undichtigkeiten zusammenkamen. Lohnt sich auf jeden Fall.
Ich hab mich letztes Jahr intensiv damit beschäftigt bevor wir ausgelagert haben. Damals bin ich auf diesen Artikel gestoßen: Vorteile von E-Commerce Fulfillment für kleine Unternehmen – hat mir geholfen die Kostenrechnung besser einzuschätzen. Ab ca. 150-200 Sendungen wird’s meistens interessant.
Das kenne ich gut aus unserer Logistik. Wir haben damals erst mal angefangen, die einzelnen Stationen mit Stoppuhr zu beobachten und die Durchlaufzeiten aufzuschreiben – klingt simpel, aber erst dann sieht man wirklich wo die Ware «klebt». Danach haben wir die Reihenfolge der Arbeitsgänge angepasst und Pufferzonen definiert, damit der Materialfluss gleichmässiger wird. Wertstromanalyse ist da ein gutes Stichwort, das kostet keine grosse Investition, sondern vor allem Zeit und ehrliche Augen auf den eigenen Prozess.
Willkommen! Aus der Industrie kann ich sagen: Schweizer Qualität als Argument funktioniert, aber nur mit Belegen. Zertifikate, Herkunftsnachweise, nachvollziehbare Standards. Behauptet wird viel, belegt wenig, da liegt die Chance für Kleine.
Kurzes Update wie versprochen: Zwei Offerten liegen vor, beide rechnen mit rund einem Jahr bis zum Zertifikat bei laufendem Betrieb. Wir starten im Herbst. Ich halte euch auf dem Laufenden, dann haben wir hier mal echte Zahlen aus der Praxis.
Danke euch beiden. Sandras Punkt gefällt mir: den Prozess machen wir so oder so durch, das Zertifikat ist dann das Sahnehäubchen für die EU-Kunden. Ich hole mal Offerten von zwei Beratern ein und berichte.