Kommunikationsdesign studieren – was braucht man eigentlich dafür?

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  • #10666
    ShopNadine
    Participant

    Hallo zusammen, ich hab eine etwas ungewöhnliche Frage für dieses Forum, aber ich dachte hier kennen sich vielleicht Leute aus, die selbst Lernende oder Quereinsteiger betreuen.

    Meine Nichte (23, abgeschlossene Lehre als Kauffrau) überlegt sich, Kommunikationsdesign zu studieren. Sie fragt sich jetzt, ob sie mit einer kaufmännischen Lehre überhaupt eine Chance hat, oder ob man zwingend eine grafische Grundausbildung braucht. Portfolio, Aufnahmeprüfung, sowas – da haben wir beide ehrlich gesagt keinen Durchblick. Hat jemand Erfahrung damit, vielleicht aus dem Bereich Ausbildung oder weil ihr selbst jemanden begleitet habt?

    #10667
    TreuhandRita
    Participant

    Das ist eine gute Frage, die kommt öfter vor als man denkt. Ich hab das zwar nicht direkt aus eigener Erfahrung, aber ich begleite in meiner Treuhandarbeit auch immer wieder Leute bei Weiterbildungsentscheidungen.

    Grundsätzlich gilt: Viele private Hochschulen und Fachhochschulen nehmen Quereinsteiger mit kaufmännischem Hintergrund auf, sofern ein überzeugendes Portfolio vorhanden ist. Das ist eigentlich das A und O. Die abgeschlossene Berufsausbildung zählt als Zulassungsvoraussetzung, da ist deine Nichte also nicht schlechter gestellt als andere. Sie sollte aber früh anfangen, eigene Projekte zu sammeln – auch wenn’s am Anfang nur Hobbyprojekte sind.

    #10668
    ITStefanZH
    Participant

    Ich kann da aus erster Hand was sagen, ich hab selbst vor ein paar Jahren überlegt, in die Designrichtung zu wechseln, und dabei einiges recherchiert.

    Die meisten Stellen betonen tatsächlich das Portfolio mehr als den genauen Ausbildungsweg. Kaufmännisch ist sogar manchmal ein Pluspunkt, weil man schon weiss wie ein Betrieb tickt. Ich hab damals auf academy-of-visual-arts.com gute Infos gefunden, die haben die Zulassungsbedingungen und was ein Portfolio enthalten sollte recht verständlich erklärt – das könnte für deine Nichte ein guter Einstieg sein um zu verstehen, worauf es ankommt.

    Aufnahmeprüfungen gibt’s je nach Schule unterschiedlich, manchmal ein Gespräch, manchmal ein praktischer Test. Einfach direkt anfragen lohnt sich.

    #10669
    GastroMarco
    Participant

    Ergänzend noch: Ich kenn das aus dem Gastrobereich, wir hatten mal eine Praktikantin die genau diesen Weg gegangen ist – Lehre, dann Designstudium. Sie hat vorher einen Abendkurs in Grafikgrundlagen gemacht, das hat ihr beim Portfolio sehr geholfen und auch Sicherheit gegeben für die Aufnahme.

    Also wenn deine Nichte Zeit hat, würd ich empfehlen schon mal so einen Einstiegskurs mitzunehmen, parallel zur Bewerbungsvorbereitung. Das zeigt auch den Schulen, dass die Motivation echt ist und nicht nur ein spontaner Einfall.

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