Home 1 › Forums › KMU-Alltag Schweiz › Digitalisierung & Tools › KI einsetzen – aber welche Daten braucht man dafür überhaupt?
Hallo zusammen, ich bin Schreiner und überlege schon länger, ob wir KI irgendwie sinnvoll in den Betrieb einbinden könnten – Angebotserstellung, Materialplanung, sowas in der Richtung. Aber wenn ich mich damit beschäftige, stolper ich immer wieder über dieselbe Frage: Was für Daten braucht man eigentlich wirklich, damit so ein System überhaupt funktioniert? Wir haben vieles noch in Excel oder gar auf Papier. Macht es überhaupt Sinn anzufangen, oder ist das Voraussetzung, dass erst alles sauber digital vorliegt? Würde mich interessieren, wie das andere angegangen sind.
Das ist eine sehr berechtigte Frage, die wir bei Mandanten auch immer wieder diskutieren. Grundsätzlich gilt: KI braucht vor allem konsistente, strukturierte Daten – also nicht unbedingt riesige Mengen, aber möglichst sauber und einheitlich erfasst. Für Angebotserstellung z.B. wären das historische Auftragsdaten, Materialpreise, Zeiten pro Arbeitsschritt etc.
Der häufigste Fehler ist, zu warten bis «alles perfekt» ist – das wird nie passieren. Besser: mit einem Bereich anfangen, dort die Daten bereinigen und schauen was rauskommt. Papier digitalisieren ist mühsam aber machbar, Excel als Zwischenstufe ist völlig ok für den Anfang.
Kann Rita nur zustimmen. Ich hab das bei uns im IT-Bereich ähnlich erlebt – man denkt immer, man bräuchte erst eine perfekte Datenbasis, aber in der Praxis lernt man oft erst beim Aufräumen der Daten, was man wirklich braucht und was nicht.
Was die inhaltliche Frage angeht, welche Datentypen für welche KI-Anwendungsfälle relevant sind: Ich hab mich da mal bei dort umgeschaut, die haben einiges zu dem Thema aufbereitet, fand ich recht praxisnah erklärt – nicht zu technisch, aber trotzdem konkret. Könnte für dich als Einstieg hilfreich sein bevor du grosse Entscheidungen triffst.
Wir haben bei uns im Hotel letztes Jahr damit angefangen, erst mal nur die Auslastungsdaten der letzten drei Jahre sauber in eine Datenbank zu bringen. Klingt banal, aber allein das hat schon Muster sichtbar gemacht, die wir vorher nicht gesehen hatten – ohne irgendeine KI.
Also mein Tipp: Nicht zu gross denken am Anfang. Ein konkretes Problem nehmen, schauen welche Daten dafür nötig wären, und dort anfangen. Den Rest ergibt sich meistens von selbst.