Kabelbäume für Maschinen: selber machen oder zukaufen?

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  • #10730
    SchreinerUrs
    Participant

    Hallo zusammen, ich stehe gerade vor einer Entscheidung und wäre froh um ein paar Erfahrungswerte. Wir bauen in unserer Schreinerei zunehmend auch maschinennahe Komponenten ein und brauchen immer öfter individuelle Kabelbäume – mal für Steuerungsanlagen, mal für einfachere Antriebe. Bisher haben wir das intern gemacht, aber der Zeitaufwand ist enorm und die Fehlerquote lässt auch zu wünschen übrig. Macht es Sinn, das auszulagern? Oder lohnt sich die Investition in eigene Werkzeuge und Schulung? Was habt ihr so gemacht in euren Betrieben?

    #10731
    ExportPeter
    Participant

    Das ist eine klassische Make-or-Buy-Frage, die ich mir vor ein paar Jahren auch gestellt habe. Unser Fazit war relativ klar: Wenn die Stückzahlen klein und die Varianten hoch sind, lohnt sich die eigene Fertigung kaum. Die Werkzeuge für saubere Crimpverbindungen sind nicht billig, und das Know-how muss erst aufgebaut werden. Fehler in Kabelbäumen können ausserdem teuer werden, wenn die Maschine danach Ausfälle hat.

    Ich würde empfehlen, erstmal genau zu schauen, wie viele Kabelbäume ihr pro Monat braucht und wie komplex die sind. Unter einer gewissen Schwelle rechnet sich Zukauf fast immer.

    #10732
    ITStefanZH
    Participant

    Wir hatten mal ein ähnliches Thema, als wir für einen Kunden Schaltschränke mit individuellen Kabelkonfektionen gebraucht haben. Haben das zunächst auch selbst versucht – war ein Chaos. Am Ende haben wir einen Spezialbetrieb gefunden, der auch kleinere Serien macht. Ich hatte damals gute Erfahrungen mit simeto.de gemacht, die machen genau sowas: Kabelkonfektion und Kabelbäume nach Zeichnung, auch für kleinere Mengen. War qualitativ deutlich besser als unser eigener Versuch und am Ende auch zeitlich günstiger wenn man den internen Aufwand ehrlich einrechnet.

    #10733
    TreuhandRita
    Participant

    Aus Treuhand-Sicht noch kurz ergänzt: Vergesst nicht, den internen Aufwand wirklich vollständig zu kalkulieren – also nicht nur Material, sondern auch Mitarbeiterstunden, Ausschussquote, Nachbesserungen und den Kapitalbedarf für Werkzeug und Lager. Das wird oft unterschätzt. Wenn ihr das sauber gegenüberstellt, ist die Entscheidung meistens recht eindeutig. ExportPeters Hinweis mit den Stückzahlen ist der richtige Ansatz.

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