Der Kanton Zürich gehört zu den 26 Kantonen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und bildet das wirtschaftliche Zentrum der Schweiz. Die Fläche des Kantons Zürich bestimmt Siedlungsentwicklung, Landwirtschaft, Naturräume und politische Planung. Dieser Artikel liefert sämtliche Flächendaten – von der Gesamtgröße über die Nutzungsaufteilung bis hin zu Gemeindevergleichen und offiziellen Datenquellen. Jede relevante Frage zur Fläche des Kantons Zürich wird hier mit aktuellen Zahlen und Fakten beantwortet.
Wie groß ist die Fläche des Kantons Zürich?
Der Kanton Zürich umfasst eine Gesamtfläche von 1’729 km² (172’900 Hektaren). Damit zählt er flächenmässig zu den mittelgrossen Kantonen der Schweiz, obwohl er der bevölkerungsreichste Kanton ist.
Diese 1’729 Quadratkilometer verteilen sich auf insgesamt 162 politische Gemeinden (Stand 2025). Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt rund 60 Kilometer, die Ost-West-Ausdehnung rund 50 Kilometer. Der Kanton liegt im Schweizer Mittelland und reicht von den Voralpenausläufern im Südosten bis zum Rhein im Norden. Die tiefste Stelle befindet sich an der Rheinmündung bei Weiach auf rund 332 m ü. M., der höchste Punkt ist das Schnebelhorn im Tössbergland mit 1’292 m ü. M. Die geographische Vielfalt innerhalb dieser Fläche umfasst Flusstäler, Moränenlandschaften, Drumlins und ausgedehnte Seeufer.
Wie viele Quadratkilometer hat der Kanton Zürich im Vergleich zu anderen Schweizer Kantonen?
Mit 1’729 km² belegt der Kanton Zürich Rang 7 unter den 26 Schweizer Kantonen nach Fläche. Er ist damit deutlich kleiner als Graubünden, Bern oder Wallis, aber grösser als die meisten Kantone der Zentral- und Ostschweiz.
Die Einordnung im Vergleich zeigt die Grössenverhältnisse:
a) Graubünden: 7’105 km² – grösster Kanton der Schweiz, rund viermal so gross wie Zürich
b) Bern: 5’960 km² – dreieinhalb Mal die Fläche Zürichs
c) Wallis: 5’224 km² – dreimal so gross wie Zürich
d) Waadt: 3’212 km² – knapp doppelt so gross
e) Tessin: 2’812 km²
f) St. Gallen: 2’026 km²
g) Zürich: 1’729 km²
h) Luzern: 1’493 km²
i) Aargau: 1’404 km²
j) Basel-Stadt: 37 km² – kleinster Kanton
Obwohl Zürich flächenmässig auf Rang 7 steht, ist der Kanton mit über 1,58 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste. Das ergibt eine Bevölkerungsdichte von rund 915 Einwohnern pro km² – eine der höchsten in der Schweiz und ein zentraler Treiber für die Flächennutzungskonflikte im Kanton.
Die hohe Bevölkerungsdichte im Kanton Zürich erzeugt einen Flächendruck, der rund 15-mal höher liegt als im Kanton Graubünden (28 Einwohner/km²). Deshalb ist die Arealstatistik im Kanton Zürich ein politisch hochrelevantes Planungsinstrument: Jeder Quadratkilometer Umzonierung hat direkte Auswirkungen auf Wohnraum, Verkehrsinfrastruktur und Naherholung.
Welche Gemeinde im Kanton Zürich hat die größte Fläche?
Die flächenmässig grösste Gemeinde im Kanton Zürich ist Winterthur mit einer Gemeindefläche von rund 68 km². Damit nimmt Winterthur allein knapp 4 Prozent der gesamten Kantonsfläche ein.
Winterthur verdankt seine grosse Fläche mehreren Eingemeindungen im 20. Jahrhundert. Die Stadt umfasst neben dem urbanen Kern auch ausgedehnte Landwirtschaftsflächen und Waldgebiete im Tösstal und im Umland. Die zweitgrösste Gemeinde nach Fläche ist die Stadt Zürich mit rund 88 km² – wobei hier die gesamte Stadtfläche inklusive Seeanteile gezählt wird. Weitere flächengrosse Gemeinden sind:
a) Hinwil: rund 27 km²
b) Wald: rund 26 km²
c) Gossau ZH: rund 21 km²
Grosse Gemeindeflächen korrelieren im Kanton Zürich nicht zwingend mit hoher Bevölkerungszahl. Die Stadt Zürich hat zwar die meisten Einwohner und die grösste Fläche unter den Zürcher Gemeinden, doch Gemeinden wie Wald oder Hinwil weisen trotz grosser Fläche moderate Einwohnerzahlen auf. Der Grund liegt in der Topographie: Das Zürcher Oberland und das Tössbergland begrenzen die Besiedlung durch steile Hanglagen und Waldflächen.
Welche Gemeinde im Kanton Zürich hat die kleinste Fläche?
Die kleinste Gemeinde im Kanton Zürich nach Fläche ist Oberengstringen mit einer Gemeindefläche von rund 1,6 km². Weitere sehr kleine Gemeinden liegen im dicht besiedelten Gürtel um die Stadt Zürich.
Zu den flächenmässig kleinsten Gemeinden gehören:
a) Oberengstringen: ca. 1,6 km²
b) Unterengstringen: ca. 2,1 km²
c) Schlieren: ca. 2,6 km²
d) Weiningen: ca. 3,4 km²
Diese Gemeinden befinden sich in der Agglomeration Zürich, wo das historische Gemeindenetz engmaschig ist. Trotz geringer Fläche weisen sie eine hohe Bevölkerungsdichte auf. Schlieren etwa zählt über 20’000 Einwohner auf 2,6 km², was eine Dichte von mehr als 7’500 Personen pro km² ergibt. Im politischen Diskurs führt die geringe Gemeindefläche zu Herausforderungen bei der Raumplanung, weil kaum Reserveflächen für Neubauten oder Grünanlagen bestehen.
Wie ist die Fläche des Kantons Zürich nach Nutzungsart aufgeteilt?
Die Fläche des Kantons Zürich gliedert sich in vier Hauptkategorien: Siedlungsfläche (rund 28 %), Landwirtschaftsfläche (rund 39 %), Wald- und Gehölzfläche (rund 28 %) sowie unproduktive Flächen und Gewässer (rund 5 %). Diese Aufteilung basiert auf der Arealstatistik der Schweiz.
Die Nutzungsaufteilung im Detail:
a) Siedlungsfläche: ca. 484 km² – umfasst Gebäudeareal, Verkehrsflächen, Erholungs- und Grünanlagen sowie Industrieareale
b) Landwirtschaftsfläche: ca. 674 km² – Ackerland, Weiden, Obstbau und Rebbau
c) Wald und Gehölze: ca. 484 km² – Laubmischwald, Nadelwald, Auenwälder
d) Gewässer: ca. 60 km² – Zürichsee (Kantonsanteil), Greifensee, Pfäffikersee, Fliessgewässer
e) Unproduktive Flächen: ca. 27 km² – Fels, Geröll, vegetationslose Flächen
Die Arealstatistik wird vom Bundesamt für Statistik (BFS) erhoben. Die letzte vollständige Erhebung basiert auf Luftbildinterpretation und wird periodisch aktualisiert. Die Daten zeigen eine klare Tendenz: Die Siedlungsfläche wächst auf Kosten der Landwirtschaftsfläche.
Wie viel Prozent der Fläche des Kantons Zürich ist Siedlungsfläche?
Rund 28 Prozent der Kantonsfläche Zürichs sind Siedlungsfläche. Das entspricht etwa 484 km² und ist im schweizweiten Vergleich ein überdurchschnittlich hoher Wert. Der Schweizer Durchschnitt liegt bei rund 7,5 Prozent.
Die Siedlungsfläche setzt sich zusammen aus:
a) Gebäudeareal: Wohngebäude, Gewerbe- und Industriebauten
b) Verkehrsflächen: Strassen, Bahnareale, Flughafen Zürich (Kloten)
c) Besondere Siedlungsflächen: Deponien, Baustellen, Energieversorgungsanlagen
d) Erholungs- und Grünanlagen: Parks, Sportanlagen, Friedhöfe, Schrebergärten
Der Flughafen Zürich allein beansprucht rund 8 km² Fläche in den Gemeinden Kloten, Opfikon, Rümlang und Oberglatt. Das Verkehrsnetz inklusive Autobahnen, Kantonsstrassen und Bahnlinien macht einen erheblichen Teil der Siedlungsfläche aus. Die S-Bahn Zürich mit ihrem dichten Netz fördert die Zersiedelung entlang der Bahnachsen – ein Effekt, der in der Raumplanung als Transit-Oriented Sprawl diskutiert wird.
Wie viel Prozent der Fläche des Kantons Zürich ist Landwirtschaftsfläche?
Die Landwirtschaftsfläche im Kanton Zürich beträgt rund 39 Prozent der Gesamtfläche. Das entspricht etwa 674 km², verteilt auf Fruchtfolgeflächen, Dauergrünland, Obstanlagen und Rebberge.
Die wichtigsten landwirtschaftlichen Regionen im Kanton Zürich sind:
a) Zürcher Unterland (Bülach, Dielsdorf): intensive Ackerbauregion mit hohem Anteil an Fruchtfolgeflächen
b) Zürcher Weinland (Andelfingen): Weinbau, Ackerbau und Obstbau
c) Knonaueramt: Grünlandwirtschaft und Milchproduktion
d) Zürcher Oberland: Grünlandwirtschaft in höheren Lagen
Die Fruchtfolgeflächen (FFF) geniessen besonderen Schutz durch den Bund. Der Kanton Zürich ist verpflichtet, einen Mindestumfang an FFF zu erhalten. Trotz dieses Schutzes hat die Landwirtschaftsfläche in den letzten 30 Jahren abgenommen. Zwischen 1985 und 2018 gingen im Kanton Zürich rund 50 km² Landwirtschaftsfläche verloren – grösstenteils durch Überbauung und Aufforstung.
Wie viel Prozent der Fläche des Kantons Zürich ist Waldfläche?
Rund 28 Prozent der Fläche des Kantons Zürich sind Wald. Das entspricht etwa 484 km². Der Wald ist in der Schweiz durch das Waldgesetz (WaG) streng geschützt – Rodungen erfordern eine Bewilligung und eine Ersatzaufforstung.
Die Waldfläche im Kanton Zürich ist in den letzten Jahrzehnten stabil geblieben oder leicht gewachsen. Das liegt am strikten Rodungsverbot gemäss Bundesrecht. Die Waldfläche verteilt sich hauptsächlich auf folgende Gebiete:
a) Tössbergland: grossflächige, zusammenhängende Wälder im Südosten des Kantons
b) Albiskette: Waldgebiet zwischen Zürich und dem Knonaueramt
c) Lägern: markanter Jurazug mit Mischwäldern im Nordwesten
d) Irchel: Hügelzug bei Winterthur mit ausgedehnten Buchenwäldern
e) Sihlwald: seit 2009 als erster Naturerlebnispark der Schweiz anerkannt, seit 2010 Wildnispark Zürich
Die häufigsten Baumarten im Kanton Zürich sind Buche, Fichte und Eiche. Der Klimawandel verändert die Zusammensetzung: Fichten geraten durch Trockenheit und Borkenkäferbefall unter Druck, während trockenresistentere Arten wie Eiche und Douglasie an Bedeutung gewinnen.
Im Kanton Zürich nehmen Siedlungsfläche und Waldfläche zusammen rund 56 Prozent der Gesamtfläche ein – mit steigender Tendenz. Da Wald gesetzlich nicht gerodet werden darf und Siedlungsflächen kaum rückgebaut werden, entsteht ein einseitiger Flächenverlust zulasten der Landwirtschaft. Dieses Phänomen wird in der Raumplanung als «Scherenwirkung» bezeichnet.
Wie hat sich die Siedlungsfläche im Kanton Zürich in den letzten Jahren verändert?
Die Siedlungsfläche im Kanton Zürich ist zwischen 1985 und 2018 um rund 23 Prozent gewachsen. Pro Jahr kamen durchschnittlich etwa 2,7 km² Siedlungsfläche hinzu. Dieser Zuwachs ging nahezu vollständig zulasten der Landwirtschaftsfläche.
Die Entwicklung zeigt drei Phasen:
a) 1985–1997: starker Siedlungsflächenzuwachs durch Bevölkerungswachstum und wirtschaftliche Expansion. Vor allem in den Agglomerationsgemeinden entstanden neue Wohnquartiere.
b) 1997–2009: verlangsamtes Wachstum durch verschärfte Raumplanungsvorschriften und das revidierte Raumplanungsgesetz (RPG).
c) 2009–2018: weiterer Rückgang der Wachstumsrate. Die Strategie der inneren Verdichtung zeigt Wirkung. Neueinzonungen werden restriktiver gehandhabt.
Das revidierte Raumplanungsgesetz (RPG 1), das 2014 in Kraft trat, verpflichtet die Kantone zur Reduktion überdimensionierter Bauzonen. Der Kanton Zürich hat daraufhin seinen kantonalen Richtplan angepasst. Zentrale Massnahme ist die Förderung der Siedlungsentwicklung nach innen: Statt neues Bauland einzuzonen, werden bestehende Siedlungsgebiete verdichtet. Trotzdem steigt der absolute Flächenverbrauch weiter, wenn auch langsamer als in früheren Jahrzehnten.
Wie groß ist die Seefläche im Kanton Zürich?
Die Seefläche im Kanton Zürich beträgt insgesamt rund 50 km². Darin enthalten sind die kantonalen Anteile am Zürichsee, am Greifensee, am Pfäffikersee sowie kleinere Gewässer. Diese Seeflächen machen knapp 3 Prozent der Kantonsfläche aus.
Die Seefläche hat direkte Auswirkungen auf die Raumplanung. Die Uferzonen unterliegen besonderen Schutzbestimmungen gemäss dem Gewässerschutzgesetz (GSchG) und dem kantonalen Planungs- und Baugesetz (PBG). Der öffentliche Zugang zu den Seeufern ist im Kanton Zürich ein wiederkehrendes politisches Thema, da grosse Teile der Uferlinien – insbesondere am Zürichsee – in Privatbesitz liegen.
Welche Seen befinden sich im Kanton Zürich und wie groß sind sie?
Die wichtigsten Seen im Kanton Zürich sind der Zürichsee, der Greifensee und der Pfäffikersee. Hinzu kommen Anteile an weiteren Seen sowie zahlreiche Weiher. Der Zürichsee ist mit Abstand das grösste Gewässer.
a) Zürichsee: Gesamtfläche 88,7 km², davon gehören rund 34 km² zum Kanton Zürich (der Rest zu den Kantonen Schwyz und St. Gallen). Der See erstreckt sich von Schmerikon bis Zürich und erreicht eine maximale Tiefe von 136 Metern.
b) Greifensee: 8,5 km² Fläche, vollständig im Kanton Zürich gelegen. Maximale Tiefe 34 Meter. Der See steht unter Naturschutz (BLN-Objekt).
c) Pfäffikersee: 3,3 km², vollständig im Kanton Zürich. Seit 1977 gehört das Gebiet zum Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN).
d) Türlersee: 0,5 km², im Knonaueramt gelegen
e) Lützelsee: 0,2 km², bei Hombrechtikon
f) Hüttnersee: 0,1 km², Gemeinde Hütten
Der Kanton Zürich hat zudem Anteile am Katzensee und am Husemersee bei Ossingen. Die Limmat, die Sihl, die Glatt und die Töss sind die bedeutendsten Fliessgewässer und tragen ebenfalls zur Gesamtgewässerfläche bei.
Wie wird die Fläche im Kanton Zürich offiziell gemessen und erfasst?
Die Fläche des Kantons Zürich wird über die Arealstatistik der Schweiz erfasst. Dieses Verfahren basiert auf der Interpretation von Luftbildern in einem regelmässigen Stichprobenraster. Jeder Punkt im Raster wird einer von 72 Grundkategorien zugeordnet.
Das Verfahren funktioniert wie folgt:
a) Das Bundesamt für Statistik (BFS) erstellt Luftbilder des gesamten Schweizer Territoriums in regelmässigen Abständen.
b) Geschulte Interpreten ordnen jeden Stichprobenpunkt einer Nutzungskategorie zu – beispielsweise «Gebäude», «Ackerland» oder «Wald».
c) Aus der Summe der Stichproben ergibt sich die Flächenverteilung nach Nutzungsarten.
d) Die Erhebung wird in Zyklen von rund 12 bis 18 Jahren durchgeführt. Bisher liegen vier Erhebungen vor: 1979/85, 1992/97, 2004/09 und 2013/18.
Ergänzend zur Arealstatistik nutzt der Kanton Zürich die amtliche Vermessung (AV), die auf dem Geoinformationsgesetz (GeoIG) basiert. Die amtliche Vermessung liefert parzellenscharfe Daten und bildet die Grundlage für Grundbuch, Raumplanung und Baugesetzgebung. Die Genauigkeit der amtlichen Vermessung liegt im Zentimeterbereich, während die Arealstatistik auf aggregierte Flächennutzungskategorien abzielt.
Welche Behörde ist für die Flächenstatistik im Kanton Zürich zuständig?
Die Arealstatistik wird vom Bundesamt für Statistik (BFS) in Neuchâtel erhoben und publiziert. Auf kantonaler Ebene ist das Statistische Amt des Kantons Zürich die zentrale Stelle für die Aufbereitung und Verbreitung der Flächendaten.
Die Zuständigkeiten im Überblick:
a) Bundesamt für Statistik (BFS): Erhebung der Arealstatistik, Bereitstellung der Rohdaten, methodische Weiterentwicklung
b) Statistisches Amt des Kantons Zürich: kantonsspezifische Auswertungen, Publikationen, interaktive Datenportale
c) Amt für Raumentwicklung (ARE) des Kantons Zürich: Nutzung der Flächendaten für Richtplanung und Raumbeobachtung
d) Bundesamt für Landestopografie (swisstopo): Bereitstellung der geodätischen Grundlagen und Kartenwerke
Das Statistische Amt des Kantons Zürich bietet über das Portal zh.ch/statistik zahlreiche Publikationen und Datensätze zur Flächennutzung an. Zusätzlich stellt der Kanton über den GIS-Browser interaktive Karten bereit, mit denen Flächennutzungen auf Gemeindeebene abgefragt werden können.
Wo finde ich aktuelle offizielle Flächendaten für den Kanton Zürich 2025?
Aktuelle Flächendaten für den Kanton Zürich stehen auf den Portalen des Bundesamts für Statistik (BFS) und des Statistischen Amts des Kantons Zürich zur Verfügung. Die jüngste vollständige Arealstatistik stammt aus dem Erhebungszyklus 2013/18.
Die wichtigsten Datenquellen für 2025:
a) BFS – Arealstatistik: bfs.admin.ch → Raum, Umwelt → Bodennutzung. Hier sind die Ergebnisse aller vier Erhebungszyklen abrufbar, inklusive Gemeindedaten.
b) Statistisches Amt Kanton Zürich: statistik.zh.ch → Gemeindedaten und kantonale Übersichten zur Flächennutzung.
c) GIS-Browser Kanton Zürich: maps.zh.ch → interaktive Karten mit Zonenplänen, Nutzungsarten und Schutzgebieten.
d) STAT-TAB (BFS): Interaktive Datenbank zur individuellen Abfrage von Flächendaten nach Gemeinde, Nutzungskategorie und Zeitraum.
e) Kantonaler Richtplan Zürich: Publiziert auf are.zh.ch mit Karten und Erläuterungen zur Flächenplanung.
Ein fünfter Erhebungszyklus der Arealstatistik ist in Vorbereitung. Bis zu dessen Fertigstellung gelten die Daten des Zyklus 2013/18 als massgebliche Referenz.
Die Arealstatistik erfasst die tatsächliche Bodennutzung – nicht die rechtliche Zonierung. Eine Parzelle kann in der Bauzone liegen, aber in der Arealstatistik als «Landwirtschaftsfläche» erscheinen, wenn sie zum Zeitpunkt der Luftbildaufnahme landwirtschaftlich genutzt wurde. Für die Raumplanung ist deshalb stets der Abgleich zwischen Arealstatistik und Zonenplan notwendig.
Wie groß ist der Kanton Zürich im Vergleich zum Kanton Bern?
Der Kanton Bern ist mit 5’960 km² rund 3,4-mal grösser als der Kanton Zürich mit 1’729 km². Bern ist der zweitgrösste Kanton der Schweiz, Zürich steht auf Rang 7.
Trotz der deutlich geringeren Fläche übertrifft der Kanton Zürich den Kanton Bern in praktisch allen wirtschaftlichen und demographischen Kennzahlen:
a) Einwohner: Zürich ca. 1,58 Mio. – Bern ca. 1,05 Mio.
b) Bevölkerungsdichte: Zürich ca. 915 Einw./km² – Bern ca. 176 Einw./km²
c) Siedlungsflächenanteil: Zürich ca. 28 % – Bern ca. 10 %
d) Bruttoinlandsprodukt (BIP): Zürich erwirtschaftet rund 150 Mrd. CHF – mehr als jeder andere Kanton
Der Grössenunterschied erklärt sich historisch und topographisch. Der Kanton Bern erstreckt sich vom Berner Jura im Norden bis zur Berner Alpenkette im Süden und umfasst grosse Berggebiete oberhalb der Siedlungsgrenze. Der Kanton Zürich hingegen liegt kompakt im Mittelland und weist kaum unproduktive Hochgebirgsflächen auf.
Wie viel Fläche entfällt auf die Stadt Zürich innerhalb des Kantons?
Die Stadt Zürich umfasst eine Gemeindefläche von 87,9 km². Das entspricht rund 5,1 Prozent der Kantonsfläche. Auf diesen 5,1 Prozent leben rund 440’000 Menschen – knapp 28 Prozent der Kantonsbevölkerung.
Die Flächennutzung innerhalb der Stadt Zürich weicht stark vom kantonalen Durchschnitt ab:
a) Siedlungsfläche: rund 51 % der Stadtfläche – im Vergleich zu 28 % im Kanton
b) Wald: rund 25 % – darunter der Üetliberg, der Käferberg und der Adlisberg
c) Landwirtschaft: rund 10 % – vor allem in den äusseren Stadtkreisen Affoltern und Seebach
d) Gewässer: rund 14 % – Anteil am Zürichsee, Limmat und Sihl
Die Stadt Zürich ist damit die am dichtesten besiedelte Gemeinde des Kantons. Die Bevölkerungsdichte liegt bei rund 4’900 Einwohnern pro km², im Kreis 4 (Aussersihl) sogar bei über 10’000 Einwohnern pro km². Trotzdem befinden sich rund 25 Prozent des Stadtgebiets unter Waldbedeckung – ein Wert, der international für eine Grossstadt ungewöhnlich hoch ist. Die Grünstadt-Strategie der Stadt Zürich zielt darauf ab, die verbleibenden Grünflächen langfristig zu sichern und die Siedlungsentwicklung ausschliesslich durch Verdichtung im bestehenden Siedlungsgebiet zu steuern.




