Der Kanton Zürich ist der bevölkerungsreichste Kanton der Schweiz und bildet das wirtschaftliche sowie demografische Zentrum des Landes. Die Einwohnerzahl dieses Kantons ist ein zentraler Indikator für Raumplanung, Infrastrukturentwicklung und politische Ressourcenverteilung. Dieser Artikel liefert sämtliche aktuellen Zahlen zur Bevölkerung im Kanton Zürich – von der Gesamteinwohnerzahl über die Verteilung auf Gemeinden und Bezirke bis hin zu Prognosen, Geburtenraten und Zuwanderungsdaten. Jede Angabe stützt sich auf offizielle Quellen des Statistischen Amts des Kantons Zürich und des Bundesamts für Statistik (BFS).
Wie viele Einwohner hat der Kanton Zürich 2026?
Der Kanton Zürich zählt im Jahr 2026 rund 1,62 Millionen Einwohner. Damit bleibt er mit deutlichem Abstand der bevölkerungsreichste Kanton der Schweiz. Die Zahl basiert auf der ständigen Wohnbevölkerung gemäss Definition des BFS.
Die ständige Wohnbevölkerung umfasst alle Personen mit Hauptwohnsitz im Kanton – Schweizer Staatsangehörige sowie ausländische Personen mit einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung. Kurzaufenthalter unter zwölf Monaten und Asylsuchende im Verfahren werden separat erfasst. Der Kanton Zürich hat damit in den letzten zwei Jahrzehnten einen Zuwachs von über 300’000 Personen verzeichnet. Dieser Anstieg ist primär auf die internationale Zuwanderung und sekundär auf einen positiven Geburtenüberschuss zurückzuführen.
Wie hat sich die Bevölkerungszahl im Kanton Zürich in den letzten 10 Jahren entwickelt?
Zwischen 2016 und 2026 wuchs die Bevölkerung des Kantons Zürich um rund 170’000 Personen. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von etwa 1,1 Prozent. Der Kanton wächst damit schneller als der gesamtschweizerische Durchschnitt.
Die Wachstumsdynamik verlief nicht gleichmässig. Zwischen 2016 und 2019 lag das jährliche Wachstum bei rund 1,0 Prozent. Im Pandemiejahr 2020 verlangsamte sich der Anstieg kurzzeitig auf 0,7 Prozent, bedingt durch reduzierte internationale Migration. Ab 2022 stieg das Wachstum wieder spürbar an und erreichte Werte von über 1,3 Prozent jährlich. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung:
a) Ein konstant positiver Wanderungssaldo, insbesondere durch Zuzüge aus dem EU/EFTA-Raum
b) Ein leicht positiver Geburtenüberschuss, der sich ab 2023 allerdings abschwächte
c) Die wirtschaftliche Attraktivität des Grossraums Zürich als Arbeitsmarkt für hochqualifizierte Fachkräfte
Die Stadt Zürich allein absorbierte rund 30 Prozent des kantonalen Bevölkerungswachstums. Die verbleibenden 70 Prozent verteilten sich auf die Agglomerationsgemeinden und das Zürcher Oberland.
Das Bevölkerungswachstum im Kanton Zürich folgt dem Muster einer Suburbanisierung zweiter Ordnung: Während die Kernstadt weiterhin wächst, verlagert sich ein zunehmender Anteil des Wachstums in die äusseren Agglomerationsgürtel – insbesondere entlang der S-Bahn-Achsen Richtung Winterthur, Wetzikon und Bülach.
Wie ist die Bevölkerungsdichte im Kanton Zürich im Vergleich zu anderen Kantonen?
Der Kanton Zürich weist eine Bevölkerungsdichte von rund 940 Einwohnern pro Quadratkilometer auf. Damit liegt er hinter den Kantonen Basel-Stadt und Genf an dritter Stelle der Schweiz. Die hohe Dichte resultiert aus der Kombination von begrenzter Fläche und starker Urbanisierung.
Die Gesamtfläche des Kantons beträgt rund 1’729 Quadratkilometer. Davon sind etwa 47 Prozent Siedlungs- und Landwirtschaftsfläche, 30 Prozent Wald und der Rest Gewässer sowie unproduktive Flächen. Im Vergleich dazu:
a) Basel-Stadt erreicht mit rund 5’200 Einwohnern pro Quadratkilometer die höchste Dichte der Schweiz, ist jedoch ein reiner Stadtkanton
b) Genf liegt bei etwa 2’200 Einwohnern pro Quadratkilometer
c) Bern als flächenmässig zweitgrösster Kanton kommt auf lediglich 180 Einwohner pro Quadratkilometer
d) Graubünden bildet mit rund 28 Einwohnern pro Quadratkilometer das Gegenstück
Innerhalb des Kantons Zürich variiert die Dichte erheblich. Die Stadt Zürich selbst erreicht über 4’700 Einwohner pro Quadratkilometer. Ländliche Gemeinden im Zürcher Weinland liegen dagegen unter 200. Diese Spreizung stellt die kantonale Raumplanung vor spezifische Herausforderungen bei Verkehr, Wohnraum und Infrastruktur.
Welche Gemeinden im Kanton Zürich haben die meisten Einwohner?
Die bevölkerungsreichste Gemeinde ist die Stadt Zürich mit rund 450’000 Einwohnern. Es folgen Winterthur mit etwa 120’000 und Uster mit rund 37’000 Einwohnern. Insgesamt zählt der Kanton 160 politische Gemeinden.
Die zehn grössten Gemeinden nach Einwohnerzahl:
a) Zürich – ca. 450’000
b) Winterthur – ca. 120’000
c) Uster – ca. 37’000
d) Dübendorf – ca. 32’000
e) Dietikon – ca. 30’000
f) Wetzikon – ca. 26’000
g) Horgen – ca. 24’000
h) Bülach – ca. 23’000
i) Kloten – ca. 22’000
j) Wädenswil – ca. 22’000
Auffällig ist die starke Konzentration: Die Stadt Zürich allein beherbergt rund 28 Prozent der gesamten Kantonsbevölkerung. Die zehn grössten Gemeinden zusammen vereinen über die Hälfte aller Einwohner. Kleinere Gemeinden wie Volken oder Humlikon im Weinland zählen dagegen weniger als 500 Personen. Dieses Ungleichgewicht beeinflusst die innerkantonale Verteilung von Steuereinnahmen und die Finanzierung öffentlicher Dienstleistungen direkt.
Wie viele Einwohner hat die Stadt Zürich im Vergleich zum restlichen Kanton?
Die Stadt Zürich zählt rund 450’000 Einwohner und beherbergt damit etwa 28 Prozent der Kantonsbevölkerung. Die restlichen 72 Prozent – rund 1,17 Millionen Menschen – verteilen sich auf die übrigen 159 Gemeinden des Kantons.
Dieses Verhältnis hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten leicht zugunsten der Agglomeration verschoben. Während die Stadt Zürich zwischen 2000 und 2010 überdurchschnittlich wuchs, haben ab 2015 die umliegenden Gemeinden an Dynamik gewonnen. Gründe dafür sind steigende Mietpreise in der Kernstadt, begrenzter Wohnraum und gezielte Siedlungsentwicklung in Agglomerationsgemeinden.
Die Stadt Zürich funktioniert jedoch als Arbeitsplatzzentrum weit über ihre Wohnbevölkerung hinaus. Täglich pendeln rund 200’000 Personen aus dem Umland in die Stadt. Umgekehrt nutzen Stadtbewohner die Naherholungsgebiete und Wohnlagen im Umland. Diese funktionale Verflechtung macht eine isolierte Betrachtung der Einwohnerzahlen allein unzureichend. Die Metropolitanregion Zürich als Ganzes umfasst rund 1,9 Millionen Menschen und erstreckt sich über mehrere Kantone.
Wie hoch ist der Ausländeranteil im Kanton Zürich?
Der Ausländeranteil im Kanton Zürich liegt bei rund 27 Prozent. Das entspricht etwa 440’000 Personen ohne Schweizer Staatsangehörigkeit. Der Anteil liegt leicht über dem gesamtschweizerischen Durchschnitt von rund 26 Prozent.
Die grössten Herkunftsgruppen im Kanton Zürich:
a) Deutschland – mit Abstand die grösste ausländische Gemeinschaft, rund 80’000 Personen
b) Italien – rund 40’000 Personen, historisch bedingt durch die Gastarbeitermigration
c) Portugal – rund 25’000 Personen
d) Türkei – rund 18’000 Personen
e) Kosovo und Nordmazedonien – zusammen rund 25’000 Personen
Innerhalb des Kantons variiert der Ausländeranteil stark. In der Stadt Zürich beträgt er über 32 Prozent, in einzelnen Quartieren wie Schwamendingen oder Seebach über 40 Prozent. Ländliche Gemeinden im Zürcher Oberland oder Weinland liegen dagegen bei 15 bis 20 Prozent. Die Zusammensetzung der ausländischen Bevölkerung hat sich seit der Einführung der Personenfreizügigkeit mit der EU 2002 deutlich verändert – der Anteil hochqualifizierter Zuwanderer aus Nord- und Westeuropa ist markant gestiegen.
Der Ausländeranteil allein bildet die demografische Realität unvollständig ab. Rund 40’000 Personen im Kanton Zürich werden jährlich eingebürgert. Die sogenannte Bevölkerung mit Migrationshintergrund – also Eingebürgerte und Secondos eingeschlossen – liegt bei schätzungsweise 42 Prozent der Kantonsbevölkerung.
Wie viele Einwohner hat der Kanton Zürich im Vergleich zu anderen Schweizer Kantonen?
Mit rund 1,62 Millionen Einwohnern liegt der Kanton Zürich klar an erster Stelle aller 26 Schweizer Kantone. Der zweitgrösste Kanton Bern folgt mit rund 1,05 Millionen. Der Kanton Zürich beherbergt damit knapp 18 Prozent der gesamten Schweizer Bevölkerung.
Die bevölkerungsreichsten Kantone im Vergleich:
a) Zürich – ca. 1’620’000
b) Bern – ca. 1’050’000
c) Waadt – ca. 830’000
d) Aargau – ca. 720’000
e) St. Gallen – ca. 530’000
f) Genf – ca. 510’000
g) Luzern – ca. 430’000
Am unteren Ende der Skala stehen die Kantone Appenzell Innerrhoden mit rund 16’000 und Glarus mit rund 41’000 Einwohnern. Der Kanton Zürich hat damit mehr Einwohner als die zehn kleinsten Kantone zusammen. Diese demografische Dominanz schlägt sich auch in der politischen Repräsentation nieder: Im Nationalrat stellt der Kanton Zürich mit 36 von 200 Sitzen die grösste Delegation.
Wie verteilen sich die Einwohner auf städtische und ländliche Gebiete im Kanton Zürich?
Rund 85 Prozent der Einwohner des Kantons Zürich leben in städtischen oder periurbanen Gebieten. Nur etwa 15 Prozent der Bevölkerung wohnen in ländlich geprägten Gemeinden. Der Kanton gehört damit zu den am stärksten urbanisierten Regionen der Schweiz.
Die Definition von «städtisch» folgt der Klassifikation des BFS, die auf Bevölkerungsdichte, Arbeitsplatzdichte und Erreichbarkeit basiert. Im Kanton Zürich gelten folgende Gebiete als urban:
a) Die Agglomeration Zürich mit der Kernstadt und rund 130 Gemeinden im erweiterten Einzugsgebiet
b) Die Agglomeration Winterthur mit der Kernstadt und angrenzenden Gemeinden wie Seuzach, Wiesendangen und Elsau
c) Die Agglomeration Wetzikon-Pfäffikon als eigenständiger urbaner Raum im Zürcher Oberland
Als ländlich gelten primär Gemeinden im Zürcher Weinland, Teile des Knonauer Amts und einzelne Gemeinden im Tösstal. Diese Gebiete verzeichnen ein schwächeres Bevölkerungswachstum und weisen einen höheren Anteil an Einfamilienhäusern auf. Die zunehmende Verdichtung entlang der S-Bahn-Achsen führt jedoch dazu, dass ehemals ländliche Gemeinden sukzessive urbanisiert werden. Bülach, Wetzikon und Affoltern am Albis sind Beispiele für diesen Übergang.
Wie hoch ist die Geburtenrate im Kanton Zürich?
Die Geburtenrate im Kanton Zürich liegt bei rund 10,2 Lebendgeburten pro 1’000 Einwohner. Das entspricht etwa 16’500 Geburten pro Jahr. Die zusammengefasste Fertilitätsrate (TFR) beträgt rund 1,45 Kinder pro Frau und liegt damit leicht über dem Schweizer Durchschnitt von 1,39.
Die Geburtenrate allein erklärt das Bevölkerungswachstum des Kantons nicht. Entscheidend ist der Geburtenüberschuss – also die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen. Im Kanton Zürich beträgt dieser Überschuss aktuell rund 4’000 Personen pro Jahr. Er ist jedoch rückläufig, da die Zahl der Todesfälle mit der Alterung der Babyboomer-Generation steigt.
Relevante Fakten zur Geburtensituation im Kanton:
a) Das durchschnittliche Alter der Mutter bei der Erstgeburt liegt bei 32,1 Jahren – eines der höchsten in der Schweiz
b) In der Stadt Zürich ist die Fertilitätsrate mit 1,32 tiefer als im Kantonsdurchschnitt
c) Ländlichere Bezirke wie Andelfingen und Pfäffikon weisen Fertilitätsraten von über 1,6 auf
d) Rund 30 Prozent aller Geburten im Kanton entfallen auf Mütter ohne Schweizer Staatsbürgerschaft
Wie stark beeinflusst die Zuwanderung die Einwohnerzahl im Kanton Zürich?
Die Zuwanderung ist der primäre Wachstumstreiber der Bevölkerung im Kanton Zürich. Rund 70 Prozent des jährlichen Bevölkerungszuwachses gehen auf den positiven Wanderungssaldo zurück. Ohne Zuwanderung würde die Einwohnerzahl deutlich langsamer steigen.
Der Wanderungssaldo setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: der internationalen Migration und der Binnenmigration. Im Kanton Zürich überwiegt die internationale Komponente. Pro Jahr ziehen netto rund 12’000 bis 15’000 Personen mehr aus dem Ausland in den Kanton als umgekehrt. Die Binnenmigration – also Zuzüge aus anderen Kantonen – ist nahezu ausgeglichen, mit einem leicht negativen Saldo gegenüber den Kantonen Aargau und Thurgau.
Die Hauptgründe für die internationale Zuwanderung in den Kanton Zürich:
a) Der Arbeitsmarkt: Der Grossraum Zürich bietet Arbeitsplätze in Finanzdienstleistungen, IT, Pharma und Forschung
b) Die Personenfreizügigkeit mit der EU/EFTA erleichtert den Zuzug qualifizierter Arbeitskräfte
c) Die ETH Zürich und die Universität Zürich ziehen Studierende und Forschende aus aller Welt an
d) Familiennachzug und internationale Mobilität von Fachkräften verstärken den Effekt
Ohne Zuwanderung würde der Kanton Zürich langfristig ein stagnierendes Bevölkerungswachstum verzeichnen, da der Geburtenüberschuss allein den demografischen Wandel nicht kompensieren kann.
Wie hat sich die Bevölkerungsstruktur nach Alter im Kanton Zürich verändert?
Der Kanton Zürich erlebt eine fortschreitende demografische Alterung. Der Anteil der über 65-Jährigen ist von 15 Prozent im Jahr 2010 auf rund 18 Prozent im Jahr 2026 gestiegen. Gleichzeitig sank der Anteil der unter 20-Jährigen leicht auf etwa 19 Prozent.
Die Altersstruktur im Kanton Zürich gliedert sich aktuell wie folgt:
a) 0–19 Jahre: ca. 19 Prozent (rund 308’000 Personen)
b) 20–39 Jahre: ca. 28 Prozent (rund 454’000 Personen)
c) 40–64 Jahre: ca. 35 Prozent (rund 567’000 Personen)
d) 65 Jahre und älter: ca. 18 Prozent (rund 292’000 Personen)
Der vergleichsweise hohe Anteil der 20- bis 39-Jährigen unterscheidet den Kanton Zürich von ländlicheren Kantonen. Die Stadt Zürich zieht junge Erwachsene für Ausbildung und Berufseinstieg an. Dieser Effekt bremst die Alterung im Kantonsdurchschnitt. In den ländlichen Bezirken Andelfingen und Hinwil liegt der Anteil der über 65-Jährigen dagegen bereits bei über 20 Prozent.
Die demografische Alterung hat direkte Auswirkungen auf die öffentlichen Finanzen. Steigende Kosten für Langzeitpflege, AHV-Ausgaben und Gesundheitsversorgung stehen einem schrumpfenden Anteil erwerbstätiger Bevölkerung gegenüber. Der Altersquotient – das Verhältnis der über 65-Jährigen zu den 20- bis 64-Jährigen – liegt aktuell bei rund 29 Prozent und wird gemäss Prognosen bis 2040 auf über 36 Prozent steigen.
Welche Bezirke im Kanton Zürich haben die höchste Einwohnerzahl?
Der Bezirk Zürich ist mit rund 450’000 Einwohnern der mit Abstand bevölkerungsreichste Bezirk. An zweiter Stelle folgt der Bezirk Winterthur mit rund 180’000 Einwohnern. Der Bezirk Bülach belegt mit etwa 160’000 Einwohnern den dritten Rang.
Der Kanton Zürich ist in 12 Bezirke gegliedert. Ihre Einwohnerzahlen im Überblick:
a) Bezirk Zürich – ca. 450’000
b) Bezirk Winterthur – ca. 180’000
c) Bezirk Bülach – ca. 160’000
d) Bezirk Uster – ca. 150’000
e) Bezirk Horgen – ca. 130’000
f) Bezirk Dietikon – ca. 95’000
g) Bezirk Meilen – ca. 95’000
h) Bezirk Hinwil – ca. 95’000
i) Bezirk Dielsdorf – ca. 95’000
j) Bezirk Affoltern – ca. 57’000
k) Bezirk Pfäffikon – ca. 65’000
l) Bezirk Andelfingen – ca. 33’000
Das stärkste Bevölkerungswachstum verzeichnen derzeit die Bezirke Bülach und Dielsdorf im Zürcher Unterland. Beide profitieren von der Nähe zum Flughafen Zürich, guter S-Bahn-Anbindung und vergleichsweise tieferen Mietpreisen. Der Bezirk Andelfingen ist mit seinen rund 33’000 Einwohnern der kleinste und wächst am langsamsten.
Die Bezirksstruktur des Kantons Zürich ist administrativ, nicht funktional. Für die Raumplanung relevanter ist die Einteilung in Planungsregionen: Zürcher Oberland, Zürcher Unterland, Limmattal, Zimmerberg, Knonaueramt, Winterthur und Umgebung sowie Weinland. Diese Regionen bilden die tatsächlichen Pendlerströme und Siedlungsmuster besser ab.
Wie viele Einwohner prognostiziert der Kanton Zürich für die Zukunft?
Das Statistische Amt des Kantons Zürich prognostiziert für das Jahr 2040 eine Bevölkerung von rund 1,85 Millionen Einwohnern. Bis 2050 könnte die Einwohnerzahl die 2-Millionen-Grenze erreichen. Diese Prognosen basieren auf dem mittleren Szenario, das moderate Zuwanderung und stabile Fertilitätsraten unterstellt.
Die Prognosemodelle arbeiten mit drei Szenarien:
a) Tiefes Szenario: Rund 1,72 Millionen Einwohner bis 2040. Voraussetzung: deutlich reduzierte Zuwanderung und sinkende Geburtenrate
b) Mittleres Szenario (Referenz): Rund 1,85 Millionen bis 2040. Voraussetzung: Fortschreibung der aktuellen Trends
c) Hohes Szenario: Rund 1,95 Millionen bis 2040. Voraussetzung: verstärkte Zuwanderung und steigende Lebenserwartung
Für die kantonale Planung bedeuten diese Zahlen erheblichen Handlungsbedarf. Der kantonale Richtplan sieht bis 2040 die Schaffung von rund 120’000 zusätzlichen Wohnungen vor. Schwerpunkte der Siedlungsentwicklung liegen entlang der S-Bahn-Korridore und in den definierten Zentrumsgebieten. Gleichzeitig soll die Siedlungsfläche pro Kopf sinken – ein Ziel, das eine konsequente Verdichtung nach innen erfordert.
Welche Quellen liefern offizielle Einwohnerzahlen für den Kanton Zürich?
Die offiziellen Einwohnerzahlen für den Kanton Zürich stammen aus dem eidgenössischen Personenregister (STATPOP) des Bundesamts für Statistik (BFS) und der kantonalen Bevölkerungserhebung des Statistischen Amts des Kantons Zürich. Beide Quellen sind öffentlich zugänglich und werden jährlich aktualisiert.
Im Detail stehen folgende Datenquellen zur Verfügung:
a) STATPOP (Statistik der Bevölkerung und der Haushalte): Registerbasierte Erhebung des BFS, veröffentlicht jeweils im Herbst für das Vorjahr. Enthält Daten zu Bestand, Struktur und Bewegung der ständigen Wohnbevölkerung
b) Statistisches Amt des Kantons Zürich (statistik.zh.ch): Publiziert gemeindegenaue Bevölkerungsdaten, Prognosen und thematische Auswertungen. Die Datenbank «STAT-TAB» ermöglicht individuelle Abfragen
c) Gemeindeportrait des BFS: Liefert für jede der 160 Zürcher Gemeinden standardisierte Kennzahlen zu Bevölkerung, Wirtschaft und Raum
d) Volkszählung: Seit 2010 durch die registerbasierte Erhebung ersetzt. Die historischen Volkszählungsdaten bis 2000 sind beim BFS archiviert
Für internationale Vergleiche greift das BFS auf harmonisierte Daten von Eurostat und der UNO-Bevölkerungsabteilung zurück. Die kantonalen Bevölkerungsprognosen werden gemeinsam von der Statistik Stadt Zürich, dem kantonalen Statistikamt und dem BFS erarbeitet, wobei jede Institution eigene Modelle und Annahmen verwendet. Die aktuellsten Daten mit Stichtag 31. Dezember des jeweiligen Vorjahres sind jeweils ab August des Folgejahres auf statistik.zh.ch abrufbar.




