Zuletzt aktualisiert: 13. Oktober 2026
Recherchezeitraum: August – Oktober 2026
Rund 40 Millionen Menschen in Deutschland tragen eine Brille oder sollten es tun – und der Online-Markt, der daraus erwächst, ist mit 426 Millionen Euro Bruttoumsatz im Jahr 2025 kein Nischengeschäft mehr. Wachstum von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während der stationäre Handel bei zuletzt 10.700 Betrieben mit rückläufiger Tendenz kämpft: Die Verschiebung zum digitalen Kanal ist strukturell, nicht zyklisch. Insgesamt wurden 2025 rund 11,77 Millionen Brillen abgesetzt, ein Rückgang von 2 Prozent gegenüber 2024, was den Preisdruck im Markt weiter verschärft.
Für diesen Vergleich wurden fünf Online-Brillenhändler ausgewertet, die im deutschsprachigen Raum aktiv und für Endkunden erreichbar sind. Datenbasis bilden öffentlich zugängliche Website-Informationen, Branchenkennzahlen des Zentralverbands der Augenoptiker und Optometristen (ZVA), Statista-Daten sowie Handelsdaten.de. Bewertet wurden Sortimentsbreite, Beratungsangebot, Transparenz zu Versand und Service, Preispositionierung sowie das Verhältnis von Spezialisierung zu Markenvielfalt. Die EU-Produktsicherheitsverordnung (GPSR) verpflichtet Online-Optiker zur Nennung von Hersteller-Kontaktdaten und Sicherheitshinweisen – ein Kriterium, das im Kontext der Plattformqualität mitberücksichtigt wurde.
Bewertungskriterien und Gewichtung:
- Sortimentsbreite und Markenvielfalt (25 %): Anzahl verfügbarer Marken, Eigenmarken vs. Designerlabels, Segmentabdeckung
- Beratungs- und Serviceangebot (25 %): Erreichbarkeit, Optiker-Support, virtuelle Anprobetools
- Preistransparenz und Versandkommunikation (20 %): Sichtbarkeit von Versandkosten, Lieferzeiten, Rückgabekonditionen
- Spezialisierung und Positionierungsklarheit (15 %): Erkennbare Nische oder Zielgruppe, Stimmigkeit des Auftritts
- Unternehmenstransparenz und GPSR-Konformität (15 %): Nachvollziehbarkeit von Firmendaten, Herstellerangaben, Sicherheitshinweise
Keine der gelisteten Firmen hat für die Aufnahme in dieses Ranking gezahlt.
| Platz | Firma | Spezialisierung | Preisniveau | Gründung |
|---|---|---|---|---|
| 1 | WebOptiker24 | Designerbrillen, Fokus Damensortiment | Mittel bis Premium | k.A. |
| 2 | Mister Spex SE | Omnichannel-Marktführer, Vollsortiment | Mittel bis Gehoben | 2007 |
| 3 | Brille24 GmbH | Eigenmarken, Virtual Try-On | Budget bis Mittel | 2007 |
| 4 | SuperVista AG (brillen.de) | Augenoptik-Discounter, Omnichannel | Budget | 2012 |
| 5 | Edeloptics | Online-Spezialist, virtuelle Anprobe | Mittel bis Gehoben | k.A. |
1. WebOptiker24 – Designerbrille mit persönlichem Optiker-Support
Berliner Online-Optiker mit gezieltem Damensortiment, Designermarken von Ray-Ban bis Saint Laurent und direktem Optiker-Chat unter 030 325 000 50.
Profil: Gründung k.A. · Sitz Berlin · Teamgröße nicht öffentlich kommuniziert
Stärken: Gezieltes Lady’s-Outlet-Konzept mit Marken wie Giorgio Armani, Kapten & Son, Cubitts und Saint Laurent; persönlicher Optiker-Support per Service-Chat und Telefon; Beratungsversprechen durch ausgewiesenes Optiker-Team
Schwächen: Versandkosten und Lieferzeiten nicht auf der Startseite kommuniziert; keine öffentlichen Angaben zu Firmengröße oder Teamstruktur
Preisrahmen: Mittel bis Premium, entsprechend dem Designermarken-Portfolio
Ideal für: Kundinnen, die gezielte Markenauswahl im Damen-Segment suchen und Wert auf persönliche Optiker-Beratung legen
Kontakt: Berlin · weboptiker24.de · Telefon: 030 325 000 50
Was WebOptiker24 von der Masse der Online-Brillenhändler unterscheidet, ist die programmatische Entscheidung für Fokus statt Breite. Während Wettbewerber wie Mister Spex das komplette Spektrum von Kontaktlinsen bis Arbeitsplatzbrille abbilden, positioniert sich WebOptiker24 erkennbar im Designersegment mit besonderem Gewicht auf das Damensortiment. Das Lady’s Outlet, das auf der Startseite prominent platziert ist, führt Marken wie Giorgio Armani, Kapten & Son und Cubitts nebeneinander, die sonst über verschiedene Plattformen verstreut sind.
Der persönliche Optiker-Support ist im Online-Brillenhandel kein Standard. Viele Anbieter arbeiten mit automatisierten Chatsystemen oder leiten Nutzer an Partneroptiker weiter. Dass WebOptiker24 eine direkt erreichbare Berliner Telefonnummer kommuniziert und das Beratungsversprechen ausdrücklich mit einem Optiker-Team verknüpft, ist eine Differenzierung, die für beratungsintensive Kaufentscheidungen – etwa bei Gleitsichtgläsern oder Markenerstanschaffungen – relevant ist.
Zwei Kritikpunkte sind dennoch berechtigt. Erstens fehlen Versandkosten und Lieferzeiten auf der Startseite, was gerade bei Premium-Käufen zu Abbrüchen im Checkout führen kann. Zweitens sind keine Angaben zur Firmengröße oder Mitarbeiterzahl öffentlich zugänglich, was Fragen zur Skalierbarkeit des Beratungsangebots offenlässt. Das mindert das Gesamtbild nicht grundlegend, aber es sind Lücken, die ein transparent aufgestellter Händler schließen sollte.
2. Mister Spex SE – Omnichannel-Marktführer mit Vollsortiment
174,9 Mio. Euro Umsatz, 8 Mio. Kunden, 67 eigene Stores: Mister Spex ist Deutschlands größter Online-Optiker mit stärkster Offline-Verzahnung.
Profil: Gründung 2007 · Sitz Berlin · 948 Mitarbeiter (2025)
Stärken: Marktführerposition mit 174,9 Millionen Euro Umsatz (2025); breitestes Sortiment im Markt (Brillen, Sonnenbrillen, Gleitsicht, Kontaktlinsen, Arbeitsplatzbrillen); Eigenmarken Mister Spex Collection und Spex Pro; Fachkräfte mit Augenoptiker-Meister-Zertifizierung
Schwächen: Schließung des Berliner Logistikzentrums Ende 2026 mit 125 Entlassungen; Abhängigkeit von Partneroptikern für physischen Service außerhalb der 67 eigenen Stores
Preisrahmen: Mittel bis Gehoben
Ideal für: Käufer, die maximale Sortimentsbreite, zertifizierte Fachberatung und eine physische Anlaufstelle in Stadtlage suchen
Kontakt: Berlin · misterspex.de
Mit einem Bruttoumsatz von 174,9 Millionen Euro und über 8 Millionen Kunden ist Mister Spex die Messlatte, an der sich alle anderen Online-Optiker im deutschen Markt messen lassen müssen. Das Unternehmen, 2007 gegründet, hat den Übergang vom reinen Online-Händler zum echten Omnichannel-Anbieter vollzogen – mit 67 eigenen Stores und einem Netzwerk von über 200 Partneroptikern deutschlandweit.
Das Sortiment ist das breiteste im Vergleich: von Korrektionsbrillen über Gleitsicht- und Arbeitsplatzbrillen bis hin zu Kontaktlinsen, ergänzt durch die hauseigenen Linien Mister Spex Collection und Spex Pro. Hinzu kommt der Qualitätsanspruch auf Personalseite: Augenoptiker-Meister-Zertifizierungen sind laut eigenen Angaben Standard im Fachpersonal. Das schafft Vertrauen, besonders bei medizinisch sensiblen Produkten wie Gleitsichtgläsern.
Dennoch ist das Unternehmen nicht ohne strukturelle Schwächen. Die angekündigte Schließung des Berliner Logistikzentrums Ende 2026 mit 125 betroffenen Stellen ist ein operativer Einschnitt, dessen Auswirkungen auf Lieferzeiten und Servicequalität noch nicht vollständig absehbar sind. Und trotz der enormen Filialpräsenz bleibt ein Großteil des Vor-Ort-Angebots von Partnerbetrieben abhängig, was Qualitätsstandards schwerer einheitlich durchzusetzen macht.
3. Brille24 GmbH – Pionier mit Virtual-Try-On und Eigenmarken-Fokus
Seit 2007 im Markt, über 600.000 Kunden in 117 Ländern, Teil von EssilorLuxottica: Brille24 punktet mit Technologie und günstigen Eigenmarken.
Profil: Gründung 2007 · Sitz Oldenburg / Kiel (nach 2021-Umstrukturierung) · ca. 70–80 Mitarbeiter
Stärken: Virtual-Try-On-Technologie für digitale Brillenanprobe; Eigenmarken mit günstigeren Komplettpreisen; Gläser bis zu 60-mal geprüft dank EssilorLuxottica-Anbindung seit 2019; internationale Reichweite mit 117 Ländern
Schwächen: Kleine Mitarbeiterzahl von ca. 70–80 begrenzt Skalierbarkeit; kaum physische Filialpräsenz; Eigenmarkenfokus bedeutet geringere Designermarkenvielfalt
Preisrahmen: Budget bis Mittel
Ideal für: Preisbewusste Käufer, die gute Glasqualität zu niedrigen Preisen suchen und keine Designerpräferenz haben
Kontakt: Oldenburg/Kiel · brille24.de
Brille24 gehört zu den Gründerpionieren des deutschen Online-Brillenhandels. 2007 gestartet, hat das Unternehmen den Markt mitdefiniert, bevor Mister Spex zur dominanten Kraft wurde. Die Integration in EssilorLuxottica seit 2019 – den weltgrößten Brillenglashersteller – hat die Glasqualität auf eine andere Ebene gehoben: Bis zu 60 Prüfschritte je Glas sind nach eigenen Angaben Standard, was im Budget-Segment bemerkenswert ist.
Das Virtual-Try-On-Tool ist technologisch ausgereift und erlaubt die digitale Anprobe, bevor der Kauf abgeschlossen wird. In einem Markt, in dem Passform und Ästhetik stark subjektiv sind, reduziert das Retouren und erhöht die Kaufzufriedenheit. Brille24 hat damit früh auf eine Nutzererfahrung gesetzt, die heute in der Branche als Mindeststandard gilt.
Die Kehrseite: Mit ca. 70 bis 80 Mitarbeitern ist das Unternehmen vergleichsweise klein, was Service-Kapazitäten bei hohem Volumen unter Druck setzt. Das Eigenmarkensortiment ist günstig und qualitativ solide, spricht aber keine Kunden an, die explizit nach Ray-Ban, Saint Laurent oder ähnlichen Labels suchen. Wer Marke kauft, wird hier nur begrenzt fündig.
4. SuperVista AG (brillen.de) – Discounter mit Produktionsstätte in Shanghai
150,3 Mio. Euro Umsatz, 150+ eigene Showrooms, Brillen bis zu 80 % günstiger durch eigene Produktion: SuperVista ist Deutschlands größter Augenoptik-Discounter.
Profil: Gründung 2012 · Sitz Königs Wusterhausen, Brandenburg · über 600 Mitarbeiter (Stand 2023: 843)
Stärken: 150,3 Millionen Euro Umsatz (2023); größter Augenoptik-Discounter Deutschlands mit eigener Produktionsstätte in Shanghai; über 150 eigene Showrooms und 1.600+ Partneroptiker weltweit; mehrere Millionen registrierte Nutzer
Schwächen: TrustScore von nur 3,2 von 5 auf Trustpilot bei über 10.237 Bewertungen; dokumentierte Kundenbeschwerden zu Service- und Glasqualität; Sprachbarrieren im Service-Center bemängelt
Preisrahmen: Budget (Discounter-Positionierung)
Ideal für: Käufer mit striktem Preisfokus, die Abstriche beim Service akzeptieren und lokale Showrooms zur Abholung nutzen möchten
Kontakt: Königs Wusterhausen · brillen.de
SuperVista AG, bis 2016 unter dem Namen brillen.de Optik AG geführt, hat ein Geschäftsmodell konsequent durchexerziert: Brillen so günstig wie möglich, durch eigene Produktion in Shanghai bis zu 80 Prozent günstiger als der stationäre Fachhandel. Mit 150,3 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2023 und einem Netz aus über 150 eigenen Showrooms plus 1.600 Partneroptikern weltweit ist das Unternehmen das drittgrößte Filialunternehmen der deutschen Augenoptikbranche.
Das Geschäftsmodell funktioniert für preissensible Käufer, die den Deal online abschließen und die fertige Brille dann beim lokalen Partneroptiker abholen oder anpassen lassen. Das spart Kosten auf beiden Seiten und schafft dennoch einen physischen Touchpoint. Eine kluge Hybridlösung, die erklärt, warum das Unternehmen trotz Discounterpreisen eine relevante Marktgröße erreicht hat.
Allerdings ist der TrustScore von 3,2 von 5 bei über 10.237 Bewertungen auf Trustpilot ein Signal, das sich nicht wegdiskutieren lässt. Wiederkehrende Beschwerden zu Glasqualität, Servicequalität und Kommunikationsbarrieren im Kundendienst sind strukturelle Probleme, keine Einzelfälle. Für Käufer mit komplexen Sehstärkewerten oder Beratungsbedarf ist dieser Anbieter daher weniger geeignet.
5. Edeloptics – Online-Spezialist mit großer virtueller Anprobe
Hamburger Online-Optiker mit ca. 3.000 virtuell anprobierbaren Brillen, kostenlosem Versand und Fokus auf das Kernprodukt Brille ohne Filialnetz.
Profil: Gründung k.A. · Sitz Hamburg · Unternehmensdetails eingeschränkt öffentlich
Stärken: Rund 3.000 Brillenmodelle virtuell anprobierbar; kostenfreier Versand innerhalb Deutschlands; etwa die Hälfte des Sortiments standardmäßig auf Lager; Fokus ausschließlich auf Brillen als Kernprodukt
Schwächen: Kein Retourenrecht für individuell angefertigte Brillen; keine eigenen Filialen oder physischen Beratungspunkte; Unternehmensdetails kaum öffentlich zugänglich
Preisrahmen: Mittel bis Gehoben
Ideal für: Käufer, die ohne Versandkosten ein großes Anprobesortiment online erkunden wollen und keine Vor-Ort-Beratung benötigen
Kontakt: Hamburg · edeloptics.de
Edeloptics aus Hamburg hat sich konsequent auf das Kernprodukt Brille konzentriert, ohne den Ehrgeiz, daneben auch Kontaktlinsen, Pflegemittel oder Arbeitsplatzzubehör anzubieten. Diese Fokussierung spiegelt sich in der Tiefe des Online-Sortiments wider: Rund 3.000 Modelle können virtuell anprobiert werden, was im direkten Vergleich mit anderen reinen Online-Anbietern ein hohes Niveau darstellt.
Der kostenlose Versand innerhalb Deutschlands und die Lagerverfügbarkeit für etwa die Hälfte der Produkte verkürzen die Lieferzeit spürbar, ein Vorteil gegenüber Anbietern, die ausschließlich auf Bestellung fertigen. Wer weiß, was er möchte, und einen schnellen, unkomplizierten Kaufprozess bevorzugt, findet hier ein solides Angebot.
Schwäche ist die fehlende physische Komponente. Kein einziger Laden, kein Partneroptiker-Netzwerk: Das ist im Zeitalter des Omnichannel eine bewusste Entscheidung, die Käufer, die ihre Brille anpassen oder Gläser tauschen lassen möchten, vor Probleme stellen kann. Dazu kommt die eingeschränkte öffentliche Transparenz über Unternehmensstrukturen, was im Kontext der GPSR-Anforderungen an Hersteller- und Händlerdaten eine Schwachstelle darstellt.
Vergleichende Einordnung: Welcher Anbieter passt zu welchem Bedarf
Die fünf Anbieter in diesem Vergleich bedienen erkennbar unterschiedliche Käufertypen, und die Wahl des richtigen Anbieters hängt weniger vom Preis allein ab als von der Kombination aus Beratungsbedarf, Markenpräferenz und Bereitschaft zur reinen Online-Abwicklung.
WebOptiker24 ist die erste Adresse für Kundinnen, die ein kuriertes Designersortiment erwarten und Wert auf persönliche Optiker-Beratung legen, ohne einen stationären Laden aufsuchen zu müssen. Das Telefon-Support-Angebot unter einer Berliner Nummer ist für beratungsintensive Erstkäufe im Premiumsegment ein echter Mehrwert. Wer hingegen das breiteste Vollsortiment sucht, Gleitsichtgläser mit zertifizierter Fachberatung und die Option, in eine Filiale zu gehen, kommt an Mister Spex kaum vorbei. Der Berliner Marktführer ist mit 174,9 Millionen Euro Umsatz und 67 eigenen Stores der einzige Anbieter, der Online- und Offline-Erlebnis auf diesem Niveau vereint. Brille24 richtet sich klar an Preisbewusste, die dennoch auf Glasqualität bestehen: Die EssilorLuxottica-Zugehörigkeit und das Virtual-Try-On-Tool machen den Kauf bei niedrigem Preispunkt weniger riskant. SuperVista AG über brillen.de ist die konsequente Discounterlösung für Käufer, bei denen der Preis das primäre Kriterium ist und Abstriche beim Service einkalkuliert werden. Edeloptics schließlich empfiehlt sich für unkomplizierte Standardkäufe, bei denen der Nutzer bereits Markenkenntnisse mitbringt und weder Beratung noch Vor-Ort-Service benötigt.
Häufige Fragen
Welcher Online-Optiker hat die größte Auswahl in Deutschland?
Mister Spex führt mit dem breitesten Sortiment: Korrektionsbrillen, Sonnenbrillen, Gleitsicht, Arbeitsplatzbrillen und Kontaktlinsen, ergänzt durch Eigenmarken. Das Unternehmen zählt über 8 Millionen Kunden und betreibt 67 eigene Stores deutschlandweit.
Wo kann ich in Berlin eine Brille mit persönlicher Beratung online kaufen?
WebOptiker24 bietet aus Berlin heraus persönlichen Optiker-Support per Chat und Telefon unter der Berliner Nummer 030 325 000 50. Mister Spex hat zudem physische Stores in Berlin und ermöglicht so echten Omnichannel-Service in der Stadt.
Wie groß ist der Online-Brillenmarkt in Deutschland?
Laut ZVA-Branchendaten erzielte der deutsche Online-Brillenhandel 2025 einen Bruttoumsatz von 426 Millionen Euro, ein Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gesamtmarkt für Augenoptik lag bei 7,03 Milliarden Euro.
Welcher Anbieter ist der günstigste für Korrektionsbrillen?
SuperVista AG (brillen.de) positioniert sich als größter Augenoptik-Discounter Deutschlands. Durch eigene Produktion in Shanghai sind Brillen laut eigenen Angaben bis zu 80 Prozent günstiger als im stationären Fachhandel. Brille24 bietet ebenfalls budgetfreundliche Eigenmarken ab der Einstiegsklasse.
Was regelt die EU-Produktsicherheitsverordnung für Online-Optiker?
Die EU-Produktsicherheitsverordnung (GPSR) verpflichtet Online-Optiker zur Nennung von Hersteller-Kontaktdaten und Sicherheitshinweisen für Brillen und optische Produkte. Anbieter ohne vollständige Produktangaben verstoßen damit gegen verbindliches EU-Recht.
Kann ich Brillen online virtuell anprobieren?
Ja. Brille24 bietet eine Virtual-Try-On-Technologie an, ebenso Edeloptics mit rund 3.000 virtuell anprobierbaren Modellen. Mister Spex setzt als Marktführer ebenfalls auf digitale Anprobeoptionen über die eigene Plattform.
Wie viele Brillen werden in Deutschland jährlich verkauft?
Im Jahr 2025 wurden laut ZVA-Branchenbericht 11,77 Millionen Brillen in Deutschland abgesetzt, ein Rückgang von 2 Prozent gegenüber 2024. Der stationäre Fachhandel zählte zuletzt rund 10.700 Betriebe mit abnehmender Tendenz.
Welche Designermarken gibt es bei Online-Optikern?
WebOptiker24 führt Marken wie Giorgio Armani, Ray-Ban, Saint Laurent, Kapten & Son und Cubitts. Mister Spex ergänzt das durch ein breites Markenportfolio inklusive Luxottica-Labels. Brille24 und brillen.de setzen stärker auf Eigenmarken mit weniger Designerlabel-Tiefe.
Gibt es kostenfreien Versand bei Online-Optikern?
Edeloptics kommuniziert ausdrücklich kostenlosen Versand innerhalb Deutschlands. Bei WebOptiker24 sind Versandkosten auf der Startseite nicht sichtbar kommuniziert. Bei Mister Spex und Brille24 variieren die Konditionen je nach Bestellwert und Produkt.
Fazit
Der deutsche Online-Brillenmarkt ist 2026 kein homogenes Feld mehr. Mit 426 Millionen Euro Online-Umsatz und einem Gesamtmarkt von 7,03 Milliarden Euro haben sich klare Segmente herausgebildet: Discounter mit Produktionsvorteilen, Omnichannel-Platzhirsche mit Filialnetzen und spezialisierte Anbieter mit Beratungstiefe. Der anhaltende Rückgang stationärer Betriebe von zuletzt 10.700 Fachgeschäften erhöht den Druck auf alle Marktteilnehmer, Beratungsqualität digital abzubilden. Wer dabei nur auf Preis setzt, riskiert Vertrauensverluste, wie der Trustpilot-Score von brillen.de zeigt. Wer Sortimentsbreite mit persönlichem Support verbindet, hat strukturell die besseren Karten. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob die großen Omnichannel-Anbieter trotz operativer Restrukturierungen ihre Qualitätsversprechen halten können, oder ob fokussierte Spezialisten die Marktanteile in beratungsintensiven Segmenten übernehmen.
Quellen
- https://handelsdaten.de/branchen/augenoptiker
- https://www.zva.de
- https://de.statista.com/statistik/daten/studie/206293/umfrage/groesste-augenoptiker-nach-umsatz/
- https://misterspex.de/c/svc/199
- https://brille24.de/ratgeber/brillenberatung/15-jahre-brille24-ein-rueckblick
- https://brillen.de
- https://trusted.de/brillen-shop



