Auftragsfertigung auslagern – worauf achtet ihr beim Partner?

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  • #10984
    SchreinerUrs
    Participant

    Wir sind ein kleiner Schreinerbetrieb und überlegen gerade, bestimmte Zulieferteile (CNC-gefräste Komponenten) nicht mehr selbst herzustellen, sondern an einen Lohnfertiger auszulagern. Die Kapazität bei uns ist schlicht zu knapp. Aber jetzt stellt sich die Frage: worauf schaut ihr bei der Auswahl des Fertigungspartners? Zertifizierungen, Mindestmengen, Liefertreue? Wir haben bisher keine Erfahrung damit und wollen möglichst keine bösen Überraschungen erleben. Würde mich freuen zu hören, wie andere das angehen.

    #10985
    ExportPeter
    Participant

    Gute Frage, das ist wirklich ein Thema das viele unterschätzen. Bei uns (Exportgeschäft, also etwas andere Konstellation) war Liefertreue das A und O. Wenn Termine nicht eingehalten werden, zieht sich das durch die ganze Kette.

    Mein Tipp: Schau dir bei potenziellen Partnern unbedingt an, ob die eine vernünftige Qualitätskontrolle im Haus haben, nicht nur eine ISO-Plakette an der Wand. Am besten mal persönlich vorbeigehen und die Produktion ansehen, bevor man einen Rahmenvertrag unterschreibt. Und Mindestmengen unbedingt vorher klären – das kann bei kleinen Betrieben wie euch schnell ein Problem werden.

    #10986
    GastroMarco
    Participant

    Ich kenn das Problem aus einer ganz anderen Branche, aber das Grundprinzip ist dasselbe. Wir haben für Gastroausstattung mal extern fertigen lassen und da war die Kommunikation der kritischste Punkt. Wenn der Partner bei Problemen einfach abtaucht oder erst auf die zweite Mahnung reagiert, wird das auf Dauer zermürbend.

    Was mir bei der Suche damals geholfen hat: gezielt nach Lohnfertigern schauen, die auf KMU spezialisiert sind und nicht nur die grossen Industriekunden bedienen. Ich bin damals über wiras-gmbh.de gestolpert, die machen genau sowas und hatten auch kleinere Stückzahlen kein Problem. War zumindest ein guter Ausgangspunkt zum Vergleichen.

    #10987
    ShopNadine
    Participant

    Was ich noch ergänzen würde: lasst euch unbedingt Referenzen zeigen und sprecht direkt mit bestehenden Kunden des Fertigers, wenn das möglich ist. Prospekte und Eigendarstellung sagen ja wenig aus.

    Und einen Musterauftrag am Anfang machen – also einen kleineren Job, bevor man sich langfristig bindet. So merkt man relativ schnell, ob Qualität und Kommunikation passen oder ob man lieber weitersucht. Den Fehler, gleich grosse Mengen zu bestellen, haben wir beim ersten Mal gemacht und bereut.

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