Führungskraft trennen – wie macht ihr das fair und ohne Drama?

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  • #10980
    TreuhandRita
    Participant

    Wir stehen gerade vor einer schwierigen Situation: Unser langjähriger Bereichsleiter passt nach einer Umstrukturierung nicht mehr ins neue Bild, und wir müssen uns trennen. Der Mann ist seit 12 Jahren dabei, hat viel geleistet – das soll anständig laufen. Ich höre immer wieder von Outplacement-Programmen, aber ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung, was das in der Praxis bedeutet und ob das bei uns als mittelgrosser Betrieb überhaupt Sinn macht. Hat jemand damit Erfahrung? Wie habt ihr so eine Trennung auf Führungsebene gestaltet, ohne dass es hässlich wird?

    #10981
    ExportPeter
    Participant

    Das kenn ich leider aus eigener Erfahrung, wir hatten vor zwei Jahren eine ähnliche Situation mit unserem Verkaufsleiter. Was mir damals geholfen hat: sehr früh das offene Gespräch suchen, bevor irgendwas durchsickert. Die Leute auf Führungsebene merken sowieso, wenn etwas nicht stimmt – da ist Transparenz besser als Hinhalten.

    Zum Thema Outplacement: Das ist im Grunde professionelle Unterstützung für die betroffene Person bei der Suche nach einer neuen Stelle. Bewerbungsunterlagen, Netzwerk, manchmal auch Coaching. Je nach Anbieter sehr unterschiedlich. Wir haben es angeboten und der Betroffene hat es gerne angenommen – ich glaube, das hat auch dazu beigetragen, dass die Trennung ohne grossen Ärger über die Bühne ging.

    #10982
    HotelierBeat
    Participant

    Wir haben das vor einigen Jahren auch durchgemacht, Hotellerie ist da leider kein Sonderfall. Was ich sagen kann: Ein Outplacement-Programm ist für die Führungskraft oft fast wichtiger als die Abfindung selbst – das gibt denen das Gefühl, dass man sie nicht einfach rauswirft, sondern sich kümmert.

    Ich hab damals für unsere Restaurantleiterin eine externe Karriereberatung eingeschaltet, die auf genau solche Situationen spezialisiert ist. Das war wirklich sinnvoll – die haben ihr geholfen, sich neu zu orientieren, und der ganze Prozess ist erstaunlich ruhig geblieben. Kein Anwalt, keine Szenen. Ich würd das wieder so machen.

    #10983
    SchreinerUrs
    Participant

    Gut dass ihr euch das überhaupt überlebt, viele machen das leider nicht. Ich hab bei uns immer drauf geachtet, dass die Trennungsgespräche unter vier Augen stattfinden, ohne HR-Zeugen die danebenssitzen wie beim Verhör. Das macht einen riesigen Unterschied für die Würde der Person.

    Und was Beat sagt stimmt – die Kombination aus fairer Abfindung plus externer Unterstützung funktioniert am besten. Dann fühlt sich die Führungskraft nicht alleingelassen und ihr habt auch weniger Risiko, dass danach schlechte Stimmung im restlichen Team entsteht.

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