Sparringspartner für die GL – bringt das wirklich etwas?

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  • #10944
    HotelierBeat
    Participant

    Ich führe unser Hotel seit gut 12 Jahren, und je länger je mehr merke ich, dass ich viele strategische Entscheide eigentlich allein treffe. Klar gibt es die Kadersitzungen, aber echtes Hinterfragen passiert da kaum – die Leute sagen meistens, was ich hören will. Ein Bekannter hat mir empfohlen, mir einen externen Sparringspartner zu suchen, der die Geschäftsführung begleitet und auch mal unbequeme Fragen stellt. Hat das jemand von euch schon gemacht? Was bringt das konkret, und wie findet man jemanden der wirklich passt und nicht einfach nur teuer nickt?

    #10945
    TreuhandRita
    Participant

    Das kenn ich gut, dieses Gefühl. Bei mir war es ähnlich – man sitzt an der Spitze und irgendwann fehlt der echte Austausch auf Augenhöhe. Ich hab vor ein paar Jahren angefangen, regelmässig mit einem externen Berater zu arbeiten, einmal pro Monat, manchmal öfter wenn es brennt. Was mir am meisten geholfen hat: Der Typ war selber mal in einer Führungsposition, also kein reiner Theoretiker. Er hat Fragen gestellt, auf die ich selber nie gekommen wäre. Der ROI ist schwer zu messen, aber die Qualität meiner Entscheide ist definitiv besser geworden. Würd ich jederzeit wieder machen.

    #10946
    ExportPeter
    Participant

    Ich sehe das ähnlich wie Rita. Nur kurz ergänzt: Wichtig ist, dass man wirklich jemanden findet, der zur eigenen Situation passt – ein Berater der nur Grosskonzerne kennt, bringt einem als KMU wenig. Ich hab damals länger gesucht und bin dann auf eine Firma gestossen, die Leadership Coaching mit Fokus auf Burnout-Prävention im Unternehmen und eine enge strategische Begleitung der Geschäftsführung anbietet. Wer ist hier empfehlenswert? – das hat mich überzeugt, weil sie eben auch das persönliche Belastungsthema nicht ausblenden. Gerade in der Hotellerie, wo du quasi immer erreichbar bist, ist das kein Luxusthema.

    #10947
    SchreinerUrs
    Participant

    Danke für die Inputs. Ich bin Schreinermeister, also andere Branche, aber das Grundproblem kenn ich genauso. Man redet den ganzen Tag mit Mitarbeitern und Kunden, aber wer redet mal mit einem selber, kritisch und konstruktiv? Ich hab das letztes Jahr ausprobiert und würd sagen: Die ersten zwei Sessions fühlen sich komisch an, danach wird es wertvoll. Man muss aber bereit sein, sich wirklich in die Karten schauen zu lassen. Wer das nicht will, zahlt einfach viel Geld für nichts.

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