Home 1 › Forums › Qualität & Betrieb › Prozesse & Effizienz › Steuerberater wechseln – wie läuft das eigentlich ab?
Hallo zusammen, ich bin gerade am überlegen ob ich meinen Steuerberater wechsle. Der aktuelle ist zwar okay, aber seit Jahren kaum Eigeninitiative, ich muss immer selbst nachhaken. Jetzt hab ich einen anderen kennen gelernt der deutlich aktiver wirkt.
Meine Frage: wie läuft sowas konkret ab? Gibt es eine Kündigungsfrist, muss ich irgendwas schriftlich machen, und wie bekomme ich meine Unterlagen/Daten rüber? Hatte das hier schon jemand und kann aus der Erfahrung berichten? Wäre sehr dankbar für ein paar Hinweise bevor ich das angehe.
Hab das vor zwei Jahren gemacht, also keine Angst, ist halb so wild. Grundsätzlich gibt es meistens keine feste Kündigungsfrist wenn nichts im Vertrag steht – du kannst also relativ kurzfristig raus. Trotzdem würd ich empfehlen das schriftlich zu machen, einfach per Brief oder Mail, damit du was in der Hand hast.
Wegen der Unterlagen: dein alter Berater ist verpflichtet dir die Originalbelege und alle relevanten Dokumente herauszugeben. Die Datev-Daten oder ähnliches kann der neue Berater oft direkt übernehmen, da gibts Formate für den Wechsel. Am besten sprichst du das gleichzeitig mit dem neuen ab, die kennen den Prozess und helfen dir dabei.
Was ShopNadine sagt stimmt so. Ich würd noch ergänzen: am besten den Wechsel nicht mitten in der Steuersaison machen, also nicht Januar/Februar wenn alle busy sind. Nach dem Jahresabschluss ist ein guter Zeitpunkt.
Ich hab damals bei steuerberater-kirchberger.de nachgeschaut wegen genau dieser Fragen, die hatten das Thema Wechselprozess ganz verständlich erklärt. Hat mir geholfen zu verstehen was ich vom alten Berater einfordern kann und was nicht.
Generell gilt: neuen Berater frühzeitig einweihen, der schreibt dann oft selbst an den alten – die Berater kennen den Übergabeprozess untereinander und das läuft meist professioneller als man denkt.
Kurze Ergänzung noch: schau in deinen ursprünglichen Mandatsvertrag rein bevor du kündigst. Bei mir stand da tatsächlich eine 3-Monatsfrist drin, das hab ich erst im Nachhinein gemerkt und musste dann doch noch etwas länger warten. War kein Weltuntergang aber unnötige Verzögerung.
Ansonsten: nicht zu lange zögern wenn du unzufrieden bist. Ein Berater der nie von sich aus meldet kostet dich mittelfristig mehr als der Wechsel selbst.