Kartenzahlung im Restaurant – was sind normale Gebühren?

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  • #10866
    GastroMarco
    Participant

    Hallo zusammen, ich betreibe seit drei Jahren ein kleines Restaurant und bisher lief bei uns alles auf Bar. Aber die Gäste fragen immer öfter nach Karte, und ich verliere definitiv Umsatz weil manche einfach weitergehen wenn sie kein Bargeld dabei haben.

    Jetzt schaue ich mir verschiedene Anbieter für ein Kartenlesegerät an und bin ehrlich gesagt verwirrt was die Gebühren angeht. Was ist üblich in der Gastronomie? Zahlt man pro Transaktion, oder gibt es Monatsgebühren, oder beides? Und lohnt sich das überhaupt bei kleineren Beträgen wie einem Kaffee oder einem Mittagsmenü für 18 Franken?

    #10867
    HotelierBeat
    Participant

    Das kenne ich gut, ich hab das im Hotel vor ein paar Jahren auch durchgemacht. Grundsätzlich musst du mit beidem rechnen: einer monatlichen Grundgebühr für das Terminal und einer prozentualen Transaktionsgebühr pro Zahlung. Je nach Anbieter liegt die Transaktionsgebühr irgendwo zwischen 0,9% und 1,75%, manchmal auch mit einem Mindestbetrag pro Transaktion (z.B. 0,10 CHF oder so).

    Bei kleinen Beträgen wie einem Kaffee frisst das natürlich mehr vom Erlös weg als bei einem Abendessen für vier Personen. Viele Gastronomen setzen darum eine Mindestbetragspflicht für Kartenzahlung, so 10-15 Franken – das ist rechtlich zulässig solange du es kommunizierst.

    Mein Tipp: lass dir von mindestens drei Anbietern Angebote schicken und rechne anhand deines tatsächlichen Durchschnittsbons durch, was dich das pro Monat kostet. Die Monatsgebühren variieren stark.

    #10868
    ShopNadine
    Participant

    Ich bin zwar im Handel und nicht Gastronomie, aber die Grundstruktur der Gebühren ist ähnlich. Was ich noch ergänzen würde: schau dir auch an ob du das Terminal kaufst oder mietest. Miete klingt erstmal günstiger, aber auf zwei bis drei Jahre gerechnet hast du oft draufgezahlt.

    Als ich damals für meinen Shop verglichen habe, hab ich viel Zeit mit Googeln verbracht bis ich eine brauchbare Übersicht gefunden hab. Ich meine auf dieser Seite über ec terminal anbieter gab es einen ganz vernünftigen Vergleich der gängigen Anbieter – das hat mir zumindest geholfen die Fragen zu sortieren bevor ich mit Salesleuten telefoniert hab.

    Und noch was: frag explizit nach versteckten Kosten für Software-Updates, Support oder PCI-Compliance. Da wird man gern überrascht.

    #10869
    TreuhandRita
    Participant

    Aus Treuhandsicht noch ein Hinweis: die Terminalgebühren sind natürlich Betriebskosten und vollständig absetzbar, das ist also buchhalterisch unkompliziert. Wichtiger finde ich, dass du beim Anbieter fragst wie die Abrechnung aussieht – täglich, wöchentlich, monatlich – weil das für deine Liquiditätsplanung relevant ist.

    Manche Gastronomiebetriebe bei uns rechnen auch durch, ob die höhere Zahlungsbereitschaft bei Kartenkunden (man gibt erfahrungsgemäss mehr aus) die Gebühren überkompensiert. Das ist individuell, aber meistens lohnt es sich schon ab einem gewissen Umsatzvolumen deutlich.

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