Home 1 › Forums › KMU-Alltag Schweiz › Marketing & Sichtbarkeit › Google-Bewertungen: aktiv darum bitten oder laufen lassen?
Grüezi zusammen,
unser Familienhotel lebt stark von Bewertungen. Wir haben gute Noten, aber deutlich weniger Bewertungen als die grösseren Häuser im Ort. Ich bin unsicher: Gäste aktiv um eine Bewertung bitten fühlt sich aufdringlich an, aber ohne geht die Sichtbarkeit verloren.
Wie handhabt ihr das? Und gibt es Erfahrungen, wie man auf die gelegentliche unfaire Bewertung reagiert?
Beat, im E-Commerce ist aktives Bitten Standard und niemand nimmt es übel, wenn der Zeitpunkt stimmt. Bei uns kommt die Bitte per Mail einige Tage nach Lieferung, freundlich und mit direktem Link. Rücklauf etwa jede zehnte Bestellung. Wichtig: nie Rabatt für Bewertungen anbieten, das ist heikel und wirkt gekauft.
Im Gastro-Bereich funktioniert der persönliche Moment am besten: Wenn ein Gast beim Verabschieden schwärmt, sagen wir ehrlich, dass uns eine Bewertung enorm helfen würde. Kein Kärtchen-Zwang, einfach menschlich. Auf unfaire Bewertungen antworten wir immer: sachlich, freundlich, kurz. Die Antwort lesen hundert künftige Gäste, der Bewerter ist fast Nebensache.
Marco bringt es auf den Punkt: Die öffentliche Antwort auf eine Bewertung ist Ihre Visitenkarte für alle Mitlesenden. Sachlich bleiben, Verständnis zeigen, bei nachweislich falschen Tatsachenbehauptungen kann man zusätzlich die Löschung bei Google beantragen. Und Nadines Hinweis ist wichtig: Anreize für Bewertungen sind rechtlich und reputativ heikel, ehrliches Bitten im richtigen Moment dagegen völlig legitim.
Herzlichen Dank! Der Gedanke, dass die Antwort für die Mitlesenden ist und nicht für den Bewerter, nimmt mir den Ärger-Druck. Und das ehrliche Bitten im Schwärm-Moment probieren wir ab sofort an der Rezeption.